Die Junginger Sternsinger waren unterwegs

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Am 6. Januar waren wieder ganz traditionell unsere Sternsinger in Jungingen unterwegs. Es ist wunderbar, dass sich wieder 30 Kinder und Jugendliche unserer Gemeinde auf den langen, kalten Weg gemacht haben und den Segen in die Häuser brachten. Die diesjährige Aktion stand unter dem Motto "Frieden! Im Libanon und weltweit". In der Vorbereitung haben wir von Kindern im Libanon gehört, die im Alltag unter Kriegsfolgen leiden. Und wir haben Beispiele für Projekte gesehen, in denen sich Jugendliche verschiedener Konfessionen treffen und einander kennenlernen. Mit Verständnis, Begegnungen und sogar Freundschaften werden hoffentlich weitere Kriege verhindert. Das haben wir auch im Gottesdienst aufgegriffen. Grenzen und Feindschaften hätten auch damals die Heiligen Drei Könige am Besuch der Krippe hindern können - wie gut, dass das nicht geschehen ist! Mit viel Schwung und frohem Mut zogen unsere Sternsinger also durch Jungingen. Dabei konnte sie das stolze Ergebnis von 4295,71 Euro für das Kindermissionswerk sammeln. Ein herzliches Dankeschön - an alle Sternsinger und auch alle Spender, die unsere Sternsinger so herzlich in ihre Häuser gebeten haben!

A. Houdek für das Team

Kinderfasching 2020

Kinderfasching sw

Jahresrückblick 2019 für Jungingen

Liebe Mitchristen,

„Nehmt Neuland unter den Pflug“ so lautete das Jahresthema des vergangenen Kirchenjahres. Die Aufforderung steht beim Propheten Hosea (10,12) und erging an das Volk Israel, das gerade einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte, die Reichen immer reicher wurden, die Armen immer ärmer. Durch die Großmächte Ägypten und Assur wurde die außenpolitische Lage gefährlich. Scharf kritisierte Hosea die Ausbeutung der Armen und die Verehrung fremder Götter. Eine gesellschaftliche Situation mit der unseren vergleichbar: die Armut in unserem Land steigt, die Menschen wenden sich anderen „Göttern“ vornehmlich dem Konsum zu. Deshalb hatte sich der Kirchengemeinderat für dieses Jahresthema entschieden. „Nehmt Neuland unter den Pflug“ Was pflügen bedeutet, hat uns beim Helferfest Dekanantsreferent Wolfgang Steffel eindrucksvoll verdeutlicht:

Pflügen bedeutet, den Boden wenden, den Boden von oben nach unten, den Boden von unten nach oben. Bereit sein zu Wende, zur Umkehr, zur Neuausrichtung.

Pflügen bedeutet aber nicht, alles gut Verwurzelte und Blühende umzuwenden. Und davon gibt es in unserer Gemeinde einiges:

  • ein eindrucksvolles Martinsspiel,
  • ein Nikolausteam, das vielen Familien die frohe Botschaft des Teilens ins Haus bringt,
  • ein wunderbar eingeübtes Krippenspiel mit begeisterten Kindern, auf das wir stolz sein können;
  • eine Sternsingeraktion, die gemessen an der Größe unserer Gemeinde eine stattliche Zahl an teilnehmenden Kindern und Jugendlichen hat,
  • die Kinderkirche geht ihren Weg mit viel Freude und Erfolg, was sich an den hohen Besucherzahlen ablesen lässt

Pflügen bedeutet, den Boden zu lockern, Verkrustungen und Verkrampfungen loszulassen und in einem guten Sinne lockerer, leichter, freier zu werden.

Das tun wir beim Feiern, ob beim Kinderfasching oder beim Fronleichnamsfest; beim eindrucksvollen Tag der Musik. Der erfolgreiche Zusammenschluss unserer beiden Chöre Singkreis und Living Voices zum neuen Chor Choreluja lässt uns Neues wagen; Träger ist jetzt auch die Böfinger Gemeinde. Den neuen Chor erleben konnten wir bei unserem Eine-Welt-Tag im November. Wir hörten ausdrucksstarke Lieder. Für 2020 plant der Chor eine klassische Messe im Mai und ein Konzert im November.

Pflügen bedeutet, den Boden zu lüften, zu belüften. Die Luft, das Wehen des Geistes hereinzulassen, uns von IHM belüften und beatmen zu lassen.

Das ist uns gelungen beim eindrucksvollen Gottesdienst mit biblischen Figuren. Die Szenen weiteten unseren Blick hinaus in die Welt: Auf die Demonstrationen in Hongkong und die Gefährdung der Demokratien weltweit durch Populisten, Kräfte von Links und Rechts; auf die Missachtung der Arbeitnehmerrechte in der Textilindustrie und die Verseuchung der Umwelt durch Pestizide; auf die drohende Klimakatastrophe und nicht zuletzt auf den Zustand unserer Kirche selbst mit der Szene, wie ein Bischof und eine Frau an unserer Kirche zerren, dass sie selbst zu zerreißen droht.

„Nehmt Neuland unter den Pflug“ - das tat der Kirchengemeinderat dann auch in seiner Septembersitzung unter dem Tagesordnungspunkt „Die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der katholischen Kirche“. Der Missbrauchsskandal, die Aktion Maria 2.0 und der immer lauter werdende Ruf nach Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Einhaltung des Grundgesetzes und die Veränderung der Machtstrukturen in der katholischen Kirche, diese Themen betreffen auch uns in St. Josef. Dazu Stellung zu beziehen ist Aufgabe des Kirchengemeinderates. Das ist Neuland. Bislang bezogen sich die Themen der Sitzungen eher auf interne Angelegenheiten. Jetzt weiten wir unseren Blick auf uns herum. Wir haben die Themen in mehreren Sitzungen ausführlich diskutiert und in einem Brief an unseren Bischof Gebhard Fürst unsere Sorge um die Kirche formuliert.

Diesen Weg wollen wir weitergehen. Das Jahresthema für dieses Kirchenjahr „Lasst frischen Wind rein“ soll uns dazu inspirieren. Bildlich gesprochen haben wir neues Ackerland bearbeitet und uns geerdet. Nun heißt es, einen neuen Geist hereinzulassen. Es ist eine Aufforderung an uns als Gemeinde, aber auch eine Aufforderung an unsere Kirche. Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung, für die Vielfalt unserer Gesellschaft, für die Einheit und Glaubwürdigkeit unserer Kirche. „Lasst frischen Wind rein“ -diese Aufforderung wird Papst Johannes XXIII. zugeschrieben, dem Papst, der die Kirche mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil in die moderne Zeit geführt hat. 

Eine Modernisierung unserer Kirche ist auch heute zur Herstellung ihrer Glaubwürdigkeit notwendig. In der Initiative „Konzil von unten“ haben sich in unserer Diözese der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, eine Solidaritätsgruppe von Priestern und Diakonen, der Katholische Deutsche Frauenbund und die Initiative pro concilio zusammengeschlossen. Ziel der Initiative ist es, den kirchlichen Reformstau zu beenden. In der nächsten Kirchengemeinderatssitzung will sich der Kirchengemeinderat mit der Initiative befassen und weitere Schritte überlegen.

Liebe Mitchristen,

unsere Kirchengemeinde steht insgesamt gut da: einige unserer Baumaßnahmen sind abgeschlossen - wir freuen uns am neuen Licht in der Kirche, der Umbau der Sakristei mit Einbau der neuen behindertengerechten Toilette und der barrierefreie Zugang zur Sakristei ist fertiggestellt. Der barrierefreie Zugang zum Gemeindehaus vom Garten her wird, sofern das Wetter es zulässt, noch im Januar erfolgen. Gleichzeitig wird im kleinen Saal ein neues Türelement eingebaut. Danach erfolgt die Erneuerung der Decke im Gemeindesaal mit neuem Licht und einer Schalldämmung.

Wir haben Dank der liberalen Kirchengemeindeordnung in unserer Diözese gut funktionierende Strukturen. Der Kirchengemeinderat hat in vielen Bereichen Entscheidungsrechte. Durch die Besetzung der 50 % Stelle mit Pastoralreferent Nils Materne ist Pfarrer Lackner entlastet und Jugendarbeit und Familienpastoral können neu belebt werden. Aber am allerwichtigsten sind die vielen Helferinnen und Helfer mit den unterschiedlichsten Aufgaben in unserer Kirchengemeinde. Ohne Sie fände kein Gemeindeleben statt. Ihnen allen danke ich von Herzen für Ihre Unterstützung. „Lasst frischen Wind rein“ . Lassen auch Sie sich von dieser Aufforderung inspirieren, unterstützen Sie uns weiterhin bei unser aller Aufgabe, die Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben und für die Glaubwürdigkeit unserer Kirche einzustehen und auch zu kämpfen. In einem knappen Vierteljahr sind Kirchengemeinderatswahlen. Unser Wahlausschuss ist bereits sehr aktiv bei der Gewinnung von Kandidaten. Der Erfolg hängt davon ab, dass die Arbeit des Kirchengemeinderats in der Gemeinde eine gute Wertschätzung erfährt und dass viele Gemeindeangehörige bereit sind, für eine begrenzte Zeit ein Stück gestalterische Verantwortung für unser Gemeindeleben zu übernehmen. Die Wertschätzung des Kirchengemeinderats ist übrigens bereits bei der Wahlbeteiligung ablesbar. In diesem Sinne bitte ich Sie herzlich und dringend, Ihr aktives und passives Wahlrecht verantwortungsvoll wahrzunehmen.

Für das kommende Jahr bitten wir. "Veni Sancte Spiritus tui amori ignem accende - Komm, heiliger Geist, entzünde das Feuer deiner Liebe".

Anita Meyer, 2. Vorsitzende des KGR Jungingen

Aktion Hoffnung. Kleider spenden. Entwicklung stärken

So manches neue Kleidungsstück wird auch in diesem Jahr wieder unter dem Weihnachtsbaum liegen, liebevoll eingepackt in glänzendes Weihnachtspapier und sehr zur Freude des Beschenkten. So manches getragene Kleidungsstück wird sich dann nach Weihnachten im Altkleidersack wieder finden und darauf warten, in den nächsten Altkleidercontainer geworfen zu werden. Eine Million Tonnen Altkleider fallen jedes Jahr allein in Deutschland an! Wir ertrinken in einer Flut von Altkleidern. Warum sollten wir dann unsere Altkleider in einen Container der Aktion Hoffnung werfen oder bei der nächsten Altkleidersammlung an die Straße stellen?

Die Aktion Hoffnung:

  • steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit Kleiderspenden. Die Altkleider werden ausschließlich in einem zertifizierten Sortierbetrieb auf der schwäbischen Alb sortiert. Sie ist Mitglied bei FairWertung e.V. (Infos unter: www.fairwertung.de). Aus Fasern und Stoffen nicht mehr tragbarer Kleidung werden Malervliese, Dämmmaterialien oder Teile für die Automobilindustrie gefertigt. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass mit den anvertrauten Kleiderspenden bis zum Ende der textilen Kette verantwortungsbewusst und sinnvoll gearbeitet wird. Nicht selten wird bei den gewerblichen Sammlern nur ein geringer Teil der Altkleider weiterverkauft und der Rest landet auf illegalen Mülldeponien in Osteuropa oder wird verbrannt.
  • stärkt Entwicklung. Mit den Erlösen aus den Kleidersammlungen unterstützt die Aktion Hoffnung vielfältige Projekte in den armen Ländern des Südens: Ob Kleinkredite in Uganda, die Ausbildung von Schneiderinnen in Algerien oder ein Ausbildungszentrum in Paraguay, Schulen werden finanziert, um die Bildungsarbeit in diesen Ländern zu stärken.
  • schont Ressourcen. Die Produktion von Baumwolle ist extrem aufwändig. Im mittleren Wert werden über 10.000 Liter Wasser und immer noch eine große Menge von Pestiziden für ein Kilogramm Baumwolle aufgewendet. Deshalb ist es auch aus ökologischen Gründen sinnvoll, Kleidung, die nicht mehr getragen wird, weiter zu verwenden. Secondhand-Kleidung ist in vielen Ländern zunehmend sehr gefragt. In den Importländern leben viele Menschen vom Handel oder dem Umarbeiten von Gebrauchtkleidung. Um Ressourcen zu schonen, betreibt die Aktion Hoffnung in der Dreiköniggasse 10 in Ulm die SECONTIQUE Ulm, einen gut sortierten Second Hand Shop, in dem modische und gut erhaltene Kleidung angeboten wird. Schauen Sie doch einfach mal vorbei (Infos unter www.secontique.de).

Drei gute Gründe, Ihren nächsten Altkleidersack in einen Container der Aktion Hoffnung einzuwerfen. Für Ihre Altkleiderspende steht sowohl auf dem Kirchplatz im Nauweg 3 in Jungingen als auch bei der Gut-Hirten-Kirche im Haslacher Weg ein Container der Aktion Hoffnung bereit. Für Ihre Spende: ein herzliches Vergelt’s Gott.

 

Der Eine-Welt-Kreis von St. Josef

Sternsingeraktion 2020 in Jungingen

Frieden! Im Libanon und weltweit. Im Jahr 2020 geht es beim Drei-Königs-Singen um Kinder, die sich im Libanon nach Sicherheit und Frieden sehnen. Die Aktion unterstützt Projekte, die zum Frieden führen und dazu beitragen, dass Kinder Frieden lernen. Am 6. Januar 2020 sind die Sternsinger wieder in unserer Gemeinde unterwegs. Mit den gesammelten Spenden helfen die Sternsinger in vielen Ländern mit vielen Projekten. „Segen bringen - Segen sein“ Die Sternsinger bringen den weihnachtlichen Segen in unsere Wohnungen und Häuser und damit auch zu den Kindern in Not in aller Welt. Haben Sie Fragen zur Sternsingeraktion? Möchten Sie neu in die Besucherliste aufgenommen werden? Hat sich Ihre Adresse geändert? Dann melden Sie sich bitte bei uns:

MACH MIT BEIM STERNSINGEN!

Funkelnde Kronen, königliche Gewänder: das sind die Sternsinger! Sie ziehen von Haus zu Haus, segnen die Häuser und bitten die Menschen um eine Spende für arme Kinder. Bald beginnt auch in unserer Gemeinde die nächste Sternsingeraktion. Gehst du mit? Möchtest du dabei sein, wenn Sternsingergruppen in ganz Deutschland den Menschen den Segen bringen? Möchtest du mithelfen, dass es Kindern in Not überall auf unserer Erde besser geht? Dann melde dich bei uns!

 

Termine:

21.12.2018          17:30     Einteilung der Gruppen, Film mit Will Weitzel

03.01.2018          17:30     Kleideranprobe und Probe

05.01.2018          10:00     Probe für den Gottesdienst

06.01.2018          STERNSINGEN

Euer Sterni-Team

Claudia Faig, Anja Houdek, Sabine Linder, Christiane Röder

Gemeindeflyer

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