choreluja sw

Mit diesem hebräischen Friedensgruß lädt Choreluja, der Chor unserer Seelsorgeeinheit Böfingen-Jungingen herzlich ein zum Konzert am 21. November 2026 anlässlich des diesjährigen 60. Kirchweihe-Jubiläums der Junginger Kirche St. Josef. Unterschiedliche Shalom-Gesänge im Klezmer-Stil und Jazz-Balladen lassen eintauchen in die Atmosphäre und emotionale Spannweite zwischen tiefer Melancholie (Weinen, Klagen) und überschäumender Lebensfreude (Jubeln, Danken, Tanzen). Einige Arrangements der hebräischen und deutschen Lieder sind explizit für Choreluja entstanden und werden zum Teil erstmalig im Konzert aufgeführt. Der 2-6stimmige Chorgesang wird ergänzt von einem Solo-Ensemble, bestehend aus drei Gesangs- und fünf Instrumental-Solist*innen (Flöte, Klarinette / Saxophon, Kontrabass, Drums, Klavier). Die Friedensformel „Shalom“ wird im modernen Israel und im Judentum als alltäglicher Gruß sowie zum Abschied verwendet. Aber auch Christen sagen Shalom. Im alten Testament ist Shalom ein umfassender Segen für das Leben und die Beziehungen zwischen Menschen und Gott. Im neuen Testament grüßte Jesus seine Jünger oft mit dem Wunsch nach Frieden, was auf das Kommen des Reiches Gottes hinweist. Durch die Verwendung des hebräischen Wortes knüpfen Christen an die jüdische Wurzel ihres Glaubens an und drücken einen tiefen Segenswunsch aus. Wenn jemand mit „Shalom“ grüßt, wünscht er der Person im Grunde: „Mögest du voller Wohlergehen, Gesundheit und Ganzheit sein“. Die Wiederholung eines Wortes drückt im biblischen Hebräisch eine Steigerung oder absolute Fülle aus. So ist auch „Shalom Shalom“ ein Segenswunsch, der „tiefen, vollkommenen Frieden“ oder „absolutes Wohlergehen“ ausdrückt. In der Bergpredigt sagt Jesus: „Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen“ (Mt 5,9). Damit wird ausgedrückt, dass Menschen, die Frieden stiften und Streit schlichten, im Sinne Gottes handeln. Sie zeigen eine familiäre Ähnlichkeit zu Gott als dem großen Versöhner und werden deshalb „Gottes Kinder“ genannt. Shalom ist kein Zustand, sondern ein Weg. Immer neu müssen Konflikte gelöst werden. Shalom kommt nicht von selbst, Menschen müssen sich ständig aktiv um ihn bemühen. Frieden ist kein Ruhekissen, sondern eine dauerhafte Aufgabe und Gott traut uns zu, Friedensstifter*innen zu sein. Shalom aleichem! Das Konzert findet statt am Samstag, 21. November 2026 um 17.00 Uhr in der Kirche St. Josef in Jungingen. Der Eintritt ist frei!

 

Monika Oswald