Am 08. Februar 2026

wahl sw

1 An jedem Sonntagmorgen, mit Freude und mit Sorgen,
versammeln wir uns hier an diesem schönen Ort.
Wir beten und wir singen. Wir lassen Lieder klingen.
Wir hören und wir antworten auf Gottes Wort. Amen.

2 Wir schauen auf die Kleinen in unseren Gemeinden,
die KjG, die Minis und den Kinderchor.
Die Schutzengel, sie lernen, das Böse zu entfernen.
Wir sind uns einig, denen macht keiner was vor. Amen.

3 Wir schauen auf die Kirche. Was wird die Zukunft bringen?
Das Geld wird knapp und manche Kirchenbank bleibt leer.
Wir halten fest zusammen. Wir preisen Gottes Namen.
Die Kirche weltweit wächst und das gefällt uns sehr. Amen.

4 In Rom regiert Papst Leo. Er ist ein echter Löwe,
beim Tennis und auch gern im Fitnessstudio.
Wir hoffen auf Reformen, der Geist bewegt die Kirche.
Das wünschen wir uns und bei uns klingt das dann so: Amen.

5 Die Kirche hier in Deutschland geht synodale Wege.
Der Vatikan, der findet das nicht wirklich gut.
Erneuerte Strukturen, das hilft allein nicht weiter.
Den Glauben leben, dafür braucht es ganz viel Mut. Amen.

6 Wir fahren gerne Auto. Das kommt meistens aus China.
Wir brauchen kein Benzin; im Tank, da ist nur Strom.
Doch wenn es draußen kalt ist und obendrein noch dunkel,
dann reicht die Ladung Strom bestimmt nicht bis nach Rom. Amen

7 Es gibt zu viele Kriege. Die Wirtschaft hat Probleme.
Der Klimawandel schreitet unvermindert fort.
Im Westen und im Osten regieren die Vollpfosten.
Mit hohen Zöllen drohen, ist ein garstig Wort. Amen.

8 Der Kanzler, er heißt Friedrich. Doch eigentlich ist Boris der
Mann, den wir uns alle wünschen für den Job.
Sie machen keine Schulden. Es sind Sondervermögen.
Die fette Kohle, sie ist hoffentlich kein Flop. Amen.

9 In Stuttgart geht der Winfried in vier Wochen in Rente.
Der Cem, der wär‘ der nächste Landesvater gern.
Spricht er den Wettersegen? Betet er voller Inbrunst, dass
Gott hält Blitz und Hagel von uns Schwaben fern? Amen.

10 In Ulm regiert der Martin. Doch der teilt keinen Mantel.
Er baut die Straßen um, die Autos bleiben stehn.
Die Staus, sie werden länger. Wir ahnen es und fürchten:
Zur Landesgartenschau wird man per pedes gehn. Amen.

11 Der Pfarrer predigt gerne. Dabei stellt er oft Fragen.
Die Anzahl dieser Fragen, sie ist immer gleich.
Wie lauten noch die Fragen? Egal, wir sind uns einig:
Am Ende geht es dann doch nur um Gottes Reich. Amen.

12 Dies Liedlein geht zu Ende. Wir reichen uns die Hände.
Wir feiern fröhlich. Das darf nicht nur heute sein.
Den Sinn des Lebens findet, wer sich der Liebe öffnet.
Darüber sind wir einig, alle, Groß und Klein. Amen.

 

Pfarrer Dr. Bernhard Lackner