Liebe Gemeinde! 2025 – blicken wir zurück. Vielleicht fällt in Bezug auf Kirche uns zuerst ein: Ulm hat nur noch den zweithöchsten Kirchturm der Welt, im ev. Dekanat Neu-Ulm gehen demnächst in 10 Kirchen die Lichter aus – zumindest als sakralen Ort - so die Südwestpresse. Und beim kath. Projekt „Kirche der Zukunft“ geht es darum, wie kann es weiter gehen bei Geldknappheit und Kirchenaustritten. Aber an Kirchweih singen wir noch immer landaus landein „Ein Haus voll Glorie schauet“. Da müssen auch wir uns von Zeit zu Zeit fragen, wie steht unser Haus da? Voll Glorie? Oder eher baufällig? Vielleicht bald ein Fall für die Abrissbirne? Schauen wir zurück: Was war 2025??? Zunächst beginne ich mit unseren Häusern, dort wo unser Gemeindeleben stattfindet. Es muss gepflegt werden – und das haben wir auch. Dieses Jahr haben wir in unserem denkmalgeschützten Gemeindehaus die Steinböden aufarbeiten lassen, Sie wurden tiefengereinigt und neu versiegelt und jetzt sind sie für lange weitere Jahre den Belastungen all unserer Veranstaltungen gewachsen. Im Eingangsbereich wurden auch die abgenutzten Sisalmatten durch neue, saubere ausgetauscht – eine Maßanfertigung. Große Überlegungen erforderte die Trennwand im Gemeindesaal. Die Bespannung der Wand in nikotingelb mit etlichen Löchern ging gar nicht mehr. Keine Firma stellt eine solche Wand neu her oder repariert sie. Wir haben das aufwendig recherchiert. Alternativüberlegungen verwehrte das Denkmalamt und sie haben sich auch als finanziell unerschwinglich herausgestellt. Wir haben zusammen mit unserem Bauausschussmitglied Ewald Tremmel doch die perfekte Lösung gefunden. Die Wand wurde einfach neu gestrichen – aber mit einem ganz speziellen Produkt, das man erst einmal finden muss. Gestrichen wurden auch unsere zahlreichen Garagentore. Und Helmut Rupp konnte die graffity-verschmierte Backsteinwand beim unteren Eingang zum Gelände reinigen und versiegeln. Im April trafen sich 17 Freiwillige, die rund um das Haus gekehrt, die Birkorinnen gereinigt, den Turm runtergekehrt und gegärtnert haben. Da ist in 2 Stunden viel passiert. Helmut Rupp hat in einer halsbrecherischen Alleinaktion – entgegen meinem ausdrücklichen Verbot, was er glatt ignoriert hat - etliche Äste unserer großen Kiefer vor der Sakristei gestutzt. Hingucken konnte man dabei wirklich nicht. Im Sommer wurden die Beete um den Turm mit einer neuen Hecke bepflanzt, nachdem die alten Büsche dem Buchsbaumzünsler zum Opfer gefallen sind. Im Herbst lief unser Projekt an, Zwiebeln von Frühjahrsblühern in unserem Rasen zu versenken. Und so können wir mit Fug und Recht und einem Augenzwinkern sagen, dass unser Haus voll Glorie schauet weit über alle Land. Herzlichen Dank allen, die dabei mitgemacht, geplant und geholfen haben. Unsere Gründungsmütter und -väter haben schon in den ersten Jahren unserer Gemeinde Hand angelegt, in Zukunft müssen wir es noch viel mehr tun. Unsere Kirche muss uns das wert sein. Aber nun zu den Ereignissen des Jahres 2025: Zu Beginn des Jahres stand das Ergebnis des vergangenen Christkindlesmarktes fest, für unser Schulprojekt in Uganda. Und zu Beginn des Jahres laufen unsere Sternsinger und sammeln für Kinder in Not. Liebe Gemeinde, das zeigt, wir können teilen und wir sind solidarisch mit den Armen in dieser Welt. Darauf bin ich besonders stolz. Letztendlich sind es immer wieder eine überschaubare Anzahl von Menschen, die das möglich machen. Herzlichen Dank Ihnen für so viel Großzügigkeit. Das ist nicht selbstverständlich. Noch im Januar feierten wir Firmung zusammen mit den Jugendlichen von Jungingen. Der Gottesdienst wurde feierlich von der Gruppe „Musikprojekt“ unter der Leitung von Roland Eppelt gestaltet. Firmspender war Generalvikar Dr. Clemens Stroppel, der sich beim anschließenden Mittagessen äußerst positiv über unsere Gemeinde geäußert hat. Es ist manchmal erstaunlich, was Außenstehende in äußerst kurzer Zeit erfassen können. Im Januar fand auch der gemeinsame ökumenische Gottesdienst statt. Über das Jahr hindurch gibt es immer wieder gemeinsame Veranstaltungen und Begegnungen mit unserer ev. Nachbargemeinde. Welche Freude und was für positive Erfahrungen für uns alle! verleihen. Wir schätzen dies. Herzlichen Dank!!! Viele fanden dann im Anschluss den Weg zum gemeinsamen Osterfrühstück. Die Erstkommunion am darauffolgendem Weißen Sonntag wurde vom Popchor gestaltet – eine große Bereicherung! Herzlichen Dank dem Popchor unter der Leitung von Roland Eppelt. Am Ostermontag verstarb Papst Franziskus. Aber schon kurze Zeit später verkündeten die Kirchenglocken in einer 15-minütigen Läutephase den neuen Papst Leo. Auch ihm wünschen wir Gottes Segen und eine glückliche Hand als Oberhaupt so vieler Gläubigen auf der ganzen Welt. Kaum war Ostern vorbei, stand das Patrozinium mit Choreluja vor der Türe. Unser Küchenteam – federführend unter Birgit Kölle und Thomas Klöble tischten uns asiatisch auf - aber gekonnt. Herzlichen Dank!!! Und im Mai durfte unsere Gemeinde noch eine Besonderheit erleben. Kai Ewers wurde vom Bischof zum Wortgottesdienstleiter ernannt. Wir sind glücklich und dankbar, dass unsere Gemeinde in der Lage ist, priesterlose Gottesdienste anzubieten mit einem Verantwortlichen, der gut ausgebildet ist und für dieses Amt viele Fähigkeiten mitbringt. Lieber Kai – wir sind stolz auf dich. Danke für deinen Einsatz! Wir feierten Pfingsten, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam. Danke, dass wir wie jedes Jahr einen wunderschönen Blumenteppich haben. Das Team sammelt die Blumen als Spenden bei Marktständen und Blumenläden ein. Unter der Regie von Renate Walter geht es dann ans Werk. Herzlichen Dank dem ganzen Team! Ja, und dann gab es eine ganz besondere Predigt. Unserer Pfarrer Dr. Lackner hat wieder mal - wie man so schön sagt - das Gras wachsen gehört. In diesem speziellen Fall vernahm er, was ihm das Schaf auf dem Kirchplatz zugeflüstert hat: Nämlich die Schaffamilie erwarte Nachwuchs. An Erntedank war es dann so weit. Das Babyschaf wurde geboren – äh – feierlich enthüllt. Die gesamte Schaffamilie war feierlich bekränzt und geschmückt. Wir danken der Spenderin für dieses so wertvolle und einzigartige Geschenk. Seit dem ersten Moment reiten die Kindergartenkinder mit Begeisterung auf dem neuen Schäfchen, bringen ihm gelegentlich sogar Gras als Futter oder begrüßen es beim Vorbeikommen mit Streicheleinheiten. Der Erntedankgottesdienst wurde von Choreluja begleitet. Unser Christophorus-Kindergarten hat den Gottesdienst inhaltlich gestaltet. Es war eine helle Freude, so viele Kindergartenkinder und ihre Erzieherinnen am Mikrofon zu erleben. Noch während dem Gottesdienst veranlasste Thomas Oßwald mit ein paar starken Männern, dass aus dem Untergeschoss Tische geholt wurden, Birgit Kölle – diesmal ohne Thomas Klöble – warf schnell noch ein Paket Nudeln mehr in den Topf und sage und schreibe 140 Essen gingen beim anschließenden Gemeindefest raus – wie immer auf Spendenbasis. Und so konnten auch wirklich alle daran teilnehmen. Für das Nachmittagsprogramm sorgte die Theatergruppe für launige Unterhaltung. Herzlichen Dank! Laufend mussten aus dem Stuhllager neue Stühle herbeigeholt werden. Irgendwie reichte auch noch der gespendete Kuchen für alle. Rundum ein voller Erfolg!!! Allen Mitwirkenden herzlichen Dank und Anerkennung!!!! Allerseelen fiel in diesem Jahr wirklich auf einen Sonntag. Es war berührend, wie viele Angehörige gekommen sind, um für ihre Verstorbenen eine Kerze zu entzünden und ihrer zu gedenken. In Zukunft legen wird das immer auf einen Sonntag, damit mehr Leute als an einem gewöhnlichen Wochentag daran teilnehmen können. Und dann kam der Christkindlesmarkt: Was soll ich sagen? Insgesamt ein Heer von ca.150 Mitwirkenden war aktiv. Sie haben gebastelt, gestrickt, gesägt, genäht, gebacken, gekocht, gegrillt, ..., waren bei der Vorbereitung aktiv und haben Plakate entworfen, aufgeklebt und aufgehängt. Danke denjenigen, die Lebensmittel kalkuliert, bestellt und abgeholt haben, die Alphorn gespielt haben, die Stühle und Tische gerückt und dekoriert haben, die für Aufführungen probten und zu unserer Unterhaltung beitrugen, die die Stände aufgestellt und wieder verräumt haben, die für die Kinder Märchen vorgetragen und für einen Maltisch gesorgt haben, die Tannenreisig organisierten, die im Vorfeld Listen und Überzeugungsarbeit geleistet haben, die sich um die Technik kümmerten, die Glühbirnen rein- und rausgeschraubt haben, Bons verkauften, die Müll aufgekehrt und Tische gewischt haben, die in der Küche Berge von Geschirr bewältigten … all unsere Spenderinnen und Spendern. Liebe Gemeinde, was für eine Gemeinschaftsarbeit! Ich sage 150 Mitwirkenden 1000 x Dank. Das ist überwältigend. Das Spendenergebnis steht noch nicht endgültig fest, aber es wir sehr hoch ausfallen. Und auch die Weihnachtsfeierlichkeiten hat unsere Gemeinde gut gemeistert. Das alljährliche Krippenspiel ist für unsere Einmal-im-JahrMitglieder unverzichtbar und für unsere Treuen eine große Freude. Danke an Kathrin Voß-Lubert und Stefanie Köberle. Danke an die Gestalter der Christmette und den Engagierten der Festgottesdienste. Liebe Gemeinde, ein herzliches Dankeschön möchte ich heute auch all unseren Kirchenmusikern sagen: Über das ganze Jahr verteilt haben wir Menschen, die sich engagieren, dass unsere Gottesdienste hochwertig musikalisch gestaltet werden. Danke Roland Eppelt, Monika Oswald und dem Choreluja-Chor, den Mitwirkenden der Musikprojekte, all unseren 7 OrganistenInnen, Kai Ewers, allen Solisten, die ehrenamtlich oder für eine kleine Gage unsere Gottesdienste bereichern – heute „Al Dente“. Oft sehen wir euch nicht, weil ihr hinten auf der Empore seid, aber wir übersehen euch nicht. Wir wissen sehr wohl zu schätzen, was wir an euch haben. Liebe Gemeinde, auch hier gibt es Neuigkeiten: Wir haben wieder sehr häufig Coffee-hour. Unser bewährtes Team ist aktiv wie immer. Herzlichen Dank!!!! Aber es gab Verstärkung: Familie Orzechowsky. Vater, Mutter und Tochter managen die Coffee-hour mit Bravour. Auch heute haben sie den anschließenden Stehempfang vorbereitet, zu dem Sie alle im Anschluss an den Gottesdienst herzlich eingeladen sind. Liebe Familie Orzechowsky, wir freuen uns sehr über die Unterstützung. Und wir genießen das Tässchen Kaffee und die Gespräche im Anschluss an unsere Sonntagsgottesdienste. Ein herzliches Dankeschön sei all unseren Aktiven gesagt: Unseren überaus freundlichen und hoch engagierten Sekretärinnen, Heike Wilken und unseren AushilfsmesnerInnen, die im Hintergrund alles bereitlegen und vorbereiten, unserem Putzteam Messina. Danke unserem Kirchengemeinderatsteam, allen Mitgliedern unserer Ausschüsse, die sich in vielen Sitzungen Gedanken um unsere Gemeinde machen, unserem Pastoralteam, unseren Erzieherinnen in den Kindergärten, unserem Gemeindehausteam, unseren Kommunionhelfern, Lektoren, Geldzählern und unseren Kirchen Auf- und am Abend Abschließern, unseren fleißigen Gemeindebrief-Austrägern, den GeburtstagsgrußÜbermittlern, dem Team Seniorennachmittag. Danke unserem Redaktionsteam, den Fotografen, unseren MinistrantenInnen und deren Betreuer, unserer KJG und unseren Schutzengeln und Schutzengelchen, unseren Sternsingern und ihren Betreuerinnen, unseren Diakonen Markus Lubert und Niels Materne, Pfarrer Miller, der aushilft, damit Eucharistiefeiern stattfinden können, den Engagierten von Kinderkirche und Familiengottesdienst, den Kreuzwegandacht- und RosenkranzBeterInnen, dem Team des Oster- und Adventsmarktes, Danke für das Vorbereiten des Krippenspiels, den Betreuern unserer Jugend, unseren immer hilfsbereiten Frauen der El-Shaddai-Bewegung, ..allen, wirklich allen, die sich um unser Haus engagieren, damit es dasteht „voll Glorie“. Ganz am Ende gilt mein besonderer Dank unserem Pfarrer Dr. Lackner. Er hat inzwischen das staatliche Rentenalter erlangt. Trotzdem ist auf ihn Verlass und er funktioniert wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk. Nie verpasst er etwas, nie passieren ihm Terminkollisionen, alles läuft. Und dabei bringt er sich auch noch in das ein, was eigentlich nicht zu seinen Kernaufgaben gehört, nämlich lästige Verwaltungsarbeit fernab seelsorgerischer Aufgaben. Und unbemerkt von fast allen hier kämpft er für den Fortbestand unserer Kirchengemeinde mit unserem gesamten Gebäudeensemble im Prozess „Kirche der Zukunft“. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Sie nach so vielen Abnutzungsjahren eines langen Dienstlebens immer noch allem Neuen gegenüber offen und aufgeschlossen sind. Dies zeigte sich z.B. beim Projekt Kirche Kunterbunt unter der Leitung von Niels Materne, Katrin Voß-Lubert und Krisztina Vinter-Orzechowski. Von Amtsmüdigkeit keine Spur. Lieber Herr Pfarrer Dr. Lackner. dafür gebührt Ihnen Anerkennung und herzlichen Dank von uns allen! Liebe Gemeinde, falls ich etwas Wichtiges vergessen haben sollte, bitte sehen Sie es mir nach. Es ist halt viel los bei uns. Wir sind eine hoch aktive Gemeinde und unser Haus ist richtig gut bestellt, auch wenn zum ganz großen Glorienschein immer noch ein bisschen Luft nach oben ist. Lassen Sie uns mutig und voller Zuversicht und Freude in die Zukunft gehen. Ihnen persönlich alles Gute für das neue Jahr 2026. Gottes Segen! Ricarda Simon Liebe Gemeinde, Änderungen, überall Änderungen. Dies war mein erster Gedanke, als ich den Jahresrückblick 2025 vorbereitet habe. Änderungen, die bereits eingetreten sind, aber auch Änderungen, die uns noch bevorstehen. So haben die USA seit Januar einen Präsidenten, der viele Gewissheiten in Frage stellt und Änderungen durchführt. Im Februar haben wir eine neue Bundesregierung gewählt, die naturgemäß auch Änderungen bewirkt. Auch in unserer Gemeinde haben wir gewählt, nämlich einen neuen Kirchengemeinderat. Ich freue mich, dass wir als vergleichsweise kleine Gemeinde einen KGR mit 7 gewählten Mitgliedern bilden konnten. Manche andere Gemeinde hatte ein Problem damit, überhaut die notwendige Mindestanzahl von 4 Kandidierenden zu finden. Auch die Mischung unseres KGRs freut mich. Wir sind recht ausgewogen, was beispielsweise Alter, Geschlecht und Neugewählt/Wiedergewählt anbetrifft. Im KGR und in der Gesamtkirchengemeinde durfen wir uns mit kommenden Änderungen beschäftigen. Letztes Jahr hatte ich bereits berichtet, dass die nicht-sakralen Flächen in den Kirchengemeinden reduziert werden sollten. Dieses Jahr wurde der Prozess erweitert. Im Prozess „Kirche der Zukunft“ geht es nicht nur um Gebäudeflächen, sondern die notwendigen Maßnahmen werden ganzheitlich betrachtet. Die Zahl der Hauptamtlichen – Pfarrer, Pastoral- und Gemeindereferenten – wird deutlich zurückgehen. Bis 2035 wird damit gerechnet, dass sich die Zahl der Hauptamtlichen halbieren wird. Zurückgehen wird auch die Zahl der Katholiken und damit die finanziellen Mittel. Bereits im nächsten Jahr erleben wir, dass die Kirchensteuer-Einnahmen unter den Ausgaben liegen werden. Entsprechend ist es sinnvoll darüber nachzudenken, wie man mit diesen Entwicklungen umgeht. Bereits heute hat lange nicht jede Gemeinde einen eigenen Pfarrer. Aber bisher haben viele Gemeinden einen eigenen Kirchengemeinderat und die damit verbundenen Verwaltungsstrukturen. Im Bistum Rottenburg-Stuttgart haben wir derzeit 1020 rechtlich selbständige Kirchengemeinden. Im Prozess „Kirche der Zukunft“ geht es auch darum, die Verwaltungsstrukturen zu verschlanken. Nach intensiver Beratung und Diskussion empfahl der Diözesanrat im November dieses Jahres dem Bischof, aus den 1020 Kirchengemeinden künftig 50 bis 80 Raumschaften zu bilden. Dies soll Verwaltungsaufgaben reduzieren sowie dem kirchlichen Leben vor Ort finanziell und personell mehr Freiräume ermöglichen und es langfristig sichern. Wie die genaue Ausgestaltung hier in Ulm aussehen wird, ist noch offen. Ich rechne aber damit, dass die Ulmer Kirchengemeinden künftig eine Körperschaft des öffentlichen Rechts bilden werden. Im Januar werden wir eine Gemeindeversammlung abhalten. Dabei werden wir uns über diesen Prozess und ihre Gedanken hierzu austauschen. Diese bevorstehenden Änderungen mögen auf den ersten Blick vielleicht den einen oder anderen von Ihnen erschrecken. Doch bereits in den letzten Jahren wurden viele finanzielle Entscheidungen bereits auf Ebene der Gesamtkirchengemeinde Ulm getroffen. Als ich vor mehr als 30 Jahre mein Berufsleben im Bereich „Systematische Prozessverbesserung“ begonnen habe, ist mir eine Aussage begegnet, die mich beeindruckt hatte: Nicht jede Veränderung bedeutet eine Verbesserung, aber ohne Veränderung gibt es keine Verbesserung. Lassen wir uns von dieser Aussage stützen und optimistisch in die Zukunft blicken. Wichtig ist aber auch immer, dass es auf jeden und jede von uns ankommt. Zu erwarten, dass „die da oben“ es schon richten werden, ist zu kurz gesprungen. Aber hier in Jungingen ist es nicht so, dass wir erwarten, dass „die da oben“ es schon richten. Wir haben hier ein großes Engagement von vielen von Ihnen. Wir leben hier Traditionen, sind aber auch immer wieder offen, Neues anzugehen. Wir begannen dieses Jahr mit einer kleinen Änderung, einem ökumenischen Neujahrsgottesdienst, den wir im evangelischen Gemeindeaus abgehalten haben. Das kam so gut an, dass wir dies direkt wiederholen wollen. Ich lade Sie herzlich zum morgigen ökumenischen Neujahrsgottesdienst um 17:00 hier in St. Josef ein. Zum Jahresbeginn haben wir eine Tradition gelebt: die Sternsingeraktion, bei der unsere Sternsinger mehr als 5250 Euro Spenden sammeln konnten. Eine Änderung war, dass wir den Kinderfasching in die Hände des Sportvereins übergeben haben. Aber dies ist kein komplettes Loslassen. Diakon Niels Materne hat beim Programm mitgeholfen und unsere Jugendlichen haben den Kinderfasching mit einem Waffelverkauf unterstützt: eine gelungene Verknüpfung von Gemeindeleben und Ortsleben. Das Fronleichnamsfest war wieder sehr gelungen. Herzlichen Dank an alle Helfer, an den Musikverein und an das Kinderbazar-Team für das seit vielen Jahren mögliche Überlassen der Hüpfburg. Und eine Woche darauf ging es gleich weiter. Bei der 750 Jahrfeier Jungingen waren alle Junginger Vereine und Gruppierungen aktiv, so auch wir. Mit einem neuen Text zur Melodie von „Von guten Mächten“ konnte Hr. Pfarrer Lackner viele Besucher begeistern, aber auch die Mitwirkung der Kinder hatte den ökumenischen Festgottesdienst zu einem denkwürdigen Ereignis für viele gemacht. Auch bei unseren Ministranten gab es Änderungen. Nach dem Sommer durften wir einige langjährige Oberministranten verabschieden, die nach dem Abitur nun hinaus in die Welt gezogen sind. Auch beim Kinderkirche-Team gab es Änderungen: Wir durften das bisherige Team nach dem Sommer verabschieden, da deren Kinder dem Kiki-Alter einfach entwachsen waren. Aber ein neues Team beginnt sich bereits zu formieren. Unser Kinder- und Jugendchor Jungspatzen unter der Leitung von Petra Elze ist mittlerweile auf beeindruckende 37 Sängerinnen und Sänger gewachsen und hat uns bei mehreren Gelegenheiten im Gottesdienst erfreut. Das Martinsspiel wurde dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten Weltentdecker auf dem Bürgerplatz von Hr. Materne veranstaltet. Danach sind die Familien zur letzten Szene zu unserer Kirche gezogen. Auch dies ein schöner Baustein für die enge Zusammenarbeit in unserem Dorf. Dann gab es wieder unseren ökumenischen Stand am Herbstmarkt, den Eine-Welt-Tag mit Choreluja und Suppenküche, die Rorate-Gottesdienste und das Adventsfenster von Christiane Röder sowie das Senioren-Café, das Anita Meyer und Elisabeth Koch organisiert haben. Nicht zu vergessen das gemeinsame Kaffeetrinken nach fast jedem Gottesdienst. Und darüber hinaus gab es noch weitere Aktivitäten, die ich nicht alle aufzählen kann. Ich möchte vielmehr an dieser Stelle allen helfenden Händen ganz herzlich für Ihr Engagement und ihre Mithilfe danken. Leider sind in diesem Jahr 6 Personen aus unserer Gemeinde verstorben. 11 Personen sind aus der Kirche ausgetreten. Aber es gibt nicht nur traurige Nachrichten. Wir hatten dieses Jahr 4 Taufen in St. Josef. Elf Kinder haben 2025 die erste Heilige Kommunion empfangen. Und von diesen konnten wir rund die Hälfte der Kinder dafür begeistern, als Ministranten anzufangen. 15 Jugendliche und eine Erwachsene haben dieses Jahr das Sakrament der Firmung empfangen. Wir haben hier in Jungingen ein aktives Gemeindeleben, das von der Arbeit vieler lebt. Und genau dieses Gemeindeleben ist eine Quelle für Stütze und Kraft. Im Sinne von „Nicht jede Veränderung bedeutet eine Verbesserung, aber ohne Veränderung gibt es keine Verbesserung“ lasst uns erwartungsvoll in die Zukunft blicken. Lasst uns das Gute bewahren, aber auch offen sein für Neues. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben für 2026 viel Erfolg, Gesundheit, aber auch Vertrauen. Gott segne Sie. Frank Houdek
BÖFINGEN
Im Februar fand bei uns auch gleich der ökumenische Weltgebetstag statt. Krankheitsbedingt wurde er mit nur einer einzigen online-Sitzung vorbereitet. Meine größten Befürchtungen, das totale Chaos würde ausbrechen, wurden nicht wahr. Es war zu meinem Erstaunen schlicht und einfach nur toll. Mit ein paar Efeuruten, Piratenschiffen aus dem Kinderzimmer und blauen Tüchern wurde die Welt der Cookinseln dargestellt und alle BesucherInnen mit Südseeblüten im Haar ausgestattet. Die Vielzahl der absolut neuen Lieder wurde mit Bravour bewältigt und im Anschluss gab es ein Mitbring-Buffett, teilweise mit fremdartigen Rezepten aus dem Handbuch. - Alles sehr lecker!!!!- selbst der blaue Tee, den es zur Begrüßung gab, schmeckte überraschend gut.
Im März fanden die Kirchengemeinderatswahlen statt. Wir konnten wählen – keine Selbstverständlichkeit in einigen Gemeinden unserer Diözese. Und zur Wahl kamen erstaunlich viele Leute. Das hat mal wieder gezeigt, dass Kirche doch von Interesse ist. Und das Ergebnis feierten wir mit einer kleinen Wahlparty. - Es hat Spaß gemacht. Unsere Osterfeierlichkeiten – von Palmsonntag bis zur Erstkommunion strahlten wie gewohnt Glanz und Gloria aus. Unsere unterschiedlichen Musikschaffenden umrahmten die Gottesdienste feierlich. In der Vorbereitung stellte sich heraus, dass es ausgerechnet für die Osternacht noch eine musikalische Leerstelle gab. Gefüllt hat sie Birgit Schultheiß – obwohl sie von sich weiß, dass so frühe Morgenstunden ihren Orgelhänden und -füßen nicht die gewohnte Geschmeidigkeit
JUNGINGEN
Seit 2010 ist das Bewußtsein in der katholischen Kirche, dass Mißbrauch kein "Kavaliersdelikt" ist, Gottseidank stetig gewachsen. In fast allen Diözesen gehören inzwischen Beratungs- und Hilfeeinrichtungen zum festen Bestandteil der Seelsorge. Auch in den Gemeinden vor Ort nimmt das Bewußtsein zu und so auch die lokalen Hilfsangebote. In der Seelsorgeeinheit Böfingen-Jungingen haben die Gemeinderäte eine gemeinsames Schutzkonzept entwickelt um in unseren Gemeinden einen Raum zu schaffen, der frei von sexualsierter Gewalt ist, egal ob physisch oder psychisch. Weitere Informationen über die Links unten:
Nach bangen Wochen des Wartens wegen Corona hatte am 25.Juni unser neugewählter Kirchengemeinderat sei-ne konstituierende Sitzung, dabei wurden wichtige Entscheidungen getroffen: „Gewählte Vorsitzende“ (früher: 2.Vorsitzende) ist erneut Frau Anita Meyer, zu Stellvertretern wurden bestellt Frau Andrea Kling und Herr Frank Houdek. Wir sagen den Gewählten und allen Kirchengemeinderäten von Herzen „Danke“ für ihre Bereitschaft, Verantwortung für unsere Kirchengemeinde auch in den anderen Gremien zu übernehmen. Bei der Leitung unse-rer Gemeinde wünschen wir eine glückliche Hand und Gottes Segen.
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
Unser neugewählter Kirchengemeinderat in Böfingen hat am 30. Juni mit seiner Arbeit begonnen. Gewählte Vorsitzende ist Ricarda Simon, Stellvertreterinnen sind Birgit Kölle und Nina Leinmüller. Verwaltungsausschuss und Bauausschuss konnten neu gebildet werden, ebenso der Gemeinsame Ausschuss der Seelsorgeeinheit. Wer uns im Kirchengemeinderat der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Ulm, in dessen Geschäftsführendem Ausschuss und im Dekanatsrat des Dekanats Ehingen-Ulm vertreten wird, ist noch zu entscheiden. Wir sind dankbar dafür, dass Frauen und Männer Verantwortung übernehmen für das Leben in unseren Gemeinden und in unserer Seelsorgeeinheit. Im Gemeindegottesdienst am Sonntag, 19. Juli, 10.30 Uhr, werden wir die bisherigen Kirchengemeinderäte verabschieden und die neuen begrüßen.
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
In Böfingen haben 328 Gemeindemitglieder ihre Stimme abgegeben und stärkten so dem neuen Kirchengemeinderat den Rücken. In den Böfinger Kirchengemeinderat wurden gewählt:
In Jungingen haben 209 Gemeindemitglieder einen gültigen Wahlschein abgegeben, gewählt wurden:
Wir danken ganz herzlich all denjenigen, die uns bei der Organisation und Durchführung der Wahl in Böfingen und Jungingen unterstützt haben: dem Kirchengemeinderat, Herrn Pfarrer Lackner, Frau Flechtner und Frau Oßwald vom Pfarrbüro, unserer Mesnerin Frau Wilken, den Helferinnen und Helfern beim Eintüten der Wahlunterlagen, dem Helferkreis für das Austragen und den Helfern und Helferinnen bei der Stimmauszählung. Ganz besonders danken wir den Kandidatinnen und Kandidaten, denn erst durch ihre Bereitschaft, sich für die Gemeinde zu engagieren, war eine Wahl möglich.
Wir wünschen den neuen Kirchengemeinderäten einen guten Start und viel Freude bei ihren Tätigkeiten.
Für die Wahlausschüsse
Katrin Voß-Lubert, Böfingen
Thorsten Urhahn, Jungingen
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