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Predigt am 13. Sonntag im Jahreskreis

am 28.06.2020

Evangelium: Mt 10,37-42 

Seit drei Monaten müssen wir Abstand halten voneinander. Mindestens 1,5 Meter. Hier in der Kirche sogar 2 Meter. Nicht einmal die Hand dürfen wir einander geben zur Begrüßung. Das ist schon mehr als seltsam. Vor allem für Menschen, die alleine leben. Abstand halten 1,5 Meter. Von dieser Regel gibt es nur eine große Ausnahme. Das sind Menschen, die in häuslicher Gemeinschaft leben. Sie dürfen beieinander sein zu Hause, in der Öffentlichkeit, in der Kirche. Menschen, die in häuslicher Gemeinschaft leben. Dafür gibt es ein schönes deutsches Wort, das eigentlich ein lateinisches ist: Familie.

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Predigt am 12. Sonntag im Jahreskreis

am 21.06.2020

Evangelium: Mt 10,26-33 

„Lass die Spatzen pfeifen.“ Sie kennen bestimmt Don Bosco. Er war einer der bedeutenden Jugendseelsorger des 19. Jahrhunderts. Was mich an ihn fasziniert ist seine Pädagogik. Ganz anders als im 19. Jahrhunderts setzt seine Form des „Erziehens“ nicht auf Druck und Gewalt, sondern auf Liebe, Religion und Vernunft. Eines seiner bekannten Worte lautet: »Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.« Anders: Fröhlichkeit, Nächstenliebe und Gelassenheit. Ist ihnen schon einmal aufgefallen, dass es im gesamten neuen Testament keine Stelle gibt, in der berichtet wird, dass Jesus lacht. Ich frage jeden neutestamentlichen Exegesen ob ihm schon eine Stelle aufgefallen ist. Bisher noch nicht. Jesus wird uns in vielen Bildern beschrieben und nahe gebracht: Als Gottes Sohn, als Freund der Sünder, als leidender Mensch, als machtvoller Heiler, als eindrucksvoller Redner.

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Predigt am 11. Sonntag im Jahreskreis

am 11.06.2020

Evangelium: Mt 9, 36 - 10, 8 

In jeder Messfeier hören wir Texte aus der Bibel. Wir wollen sie verstehen. Seit der Zeit der Kirchenväter in den ersten Jahrhunderten gibt es die Lehre vom vierfachen Schriftsinn. Wir können vier Fragen stellen. Die erste lautet: Was ist damals zur Zeit der Bibel tatsächlich geschehen? Im Evangelium lesen wir: Jesus hat zwölf seiner Jünger ausgesandt. Sie sollen den Menschen im Volk Israel sagen: Das Himmelreich ist nahe. Sie sollen Kranke heilen. Die Menschen damals sind wie Schafe, die keinen Hirten haben. Die Israeliten leiden unter der Besatzung durch die Römer. Sie haben niemanden, der wirklich für sie sorgt. Sie haben niemanden, der ihnen den Weg zeigt zu einem guten Leben. Sie haben niemanden, der vorangeht auf diesem Weg. Menschen wie Schafe, die keinen Hirten haben.

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Predigt am Fest Fronleichnam

am 11.06.2020

Evangelium: Johannes 6,51-58 

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das sagt Jesus im Johannesevangelium. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Neun Wochen haben wir nicht zusammen von diesem Brot essen können, vom 15. März bis zum 17. Mai. Da war das gemeinsame Feiern der Eucharistie verboten wegen der Infektionsgefahr. Mit den Worten des Evangelium gesagt: Gemeinsam von diesem Brot essen hätte nicht Leben bedeuten können, sondern Ansteckung und Tod. Neun Wochen allgemeines Gottesdienstverbot, das hat es in den fast 2000 Jahren der Kirchengeschichte noch nie gegeben.

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Predigt am Pfingstmontag

am 01.06.2020

Lesung: Apg 10,1-48 

Neulich wurde meine Tochter gefragt, welches ihre Lieblingsfarbe sei. Ich dachte die Antwort zu kennen, denn sie hatte schon häufiger mit der Farbe lila geantwortet. Umso erstaunter war ich, als sie dieses Mal die Frag mit bunt beantwortete. „Wieso bunt?“ „Na ich mag alle Farben, denn dann leuchtet die ganze Welt so schön!“ Wieso sich nur für eine Farbe entscheiden, wenn man die ganze Farbpallette nehmen kann? Wir Menschen sind unterschiedlich. Wir sind bunt: bunt in unserer Veranlagung, bunt sind unsere Fähigkeiten, bunt ist unsere Sicht auf Welt. Einfarbig oder nur in „Scharz-Weiß-Sehen“ würde der Vielfältigkeit der Schöpfung nicht gerecht werden. Es kann uns aber manchmal passieren, dass wir nur mit dieser Sicht durch die Welt gehen. Die Menschen in ihren Fähigkeiten oder Veranlagungen einteilen. .

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