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Predigt am Pfingstmontag

am 01.06.2020

Lesung: Apg 10,1-48 

Neulich wurde meine Tochter gefragt, welches ihre Lieblingsfarbe sei. Ich dachte die Antwort zu kennen, denn sie hatte schon häufiger mit der Farbe lila geantwortet. Umso erstaunter war ich, als sie dieses Mal die Frag mit bunt beantwortete. „Wieso bunt?“ „Na ich mag alle Farben, denn dann leuchtet die ganze Welt so schön!“ Wieso sich nur für eine Farbe entscheiden, wenn man die ganze Farbpallette nehmen kann? Wir Menschen sind unterschiedlich. Wir sind bunt: bunt in unserer Veranlagung, bunt sind unsere Fähigkeiten, bunt ist unsere Sicht auf Welt. Einfarbig oder nur in „Scharz-Weiß-Sehen“ würde der Vielfältigkeit der Schöpfung nicht gerecht werden. Es kann uns aber manchmal passieren, dass wir nur mit dieser Sicht durch die Welt gehen. Die Menschen in ihren Fähigkeiten oder Veranlagungen einteilen. .

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Predigt am Pfingstsonntag

am 31.5.2020

Lesung: Apg 2,1-11 

Lasst frischen Wind rein! Unser Jahresthema begleitet uns durch dieses Jahr, das so ganz anders ist als alles, was wir bisher erlebt haben. Frischer Wind. Das ist der Heilige Geist. Heute an Pfingsten feiern wir sein Fest. Heiliger Geist. Frischer Wind. Der wehte damals in Jerusalem. Lukas, der Verfasser des dritten Evangeliums, erzählt davon in seiner Apostelgeschichte. Er schildert, was die Apostel erleben, nach Ostern, nach der Auferstehung, nach der Himmelfahrt von Jesus Christus. Sie sind versammelt. Vom Himmel her kommt ein Brausen wie ein heftiger Sturm. Zungen wie von Feuer. Heiliger Geist. Begeisterung. Wie stellen wir uns das vor? .

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Predigt am 7. Sonntag der Osterzeit

am 24.5.2020

".. und Frieden auf Erden allen Menschen mit gutem Willen"

Lesung: Apg 1, 12-14

Gibt es eigentlich noch etwas anderes als Corona? Ja. Vor 75 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Die Welt wurde von der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten befreit. Das Leben konnte neu beginnen: ein Leben in Frieden. Die älteren von uns kennen Krieg und Nachkriegszeit aus eigener Erfahrung. Soldaten haben Schreckliches erlebt und getan. Viele wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Frauen und Kinder haben unter Hunger und Not gelitten. Meine Mutter hat mir erzählt: In den letzten Kriegstagen wurde unser Dorf von amerikanischen Tieffliegern angegriffen. Die schossen auf alles, was sich bewegte. Um Haaresbreite sind meine Mutter und meine älteste Schwester denen entkommen. .

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Predigt am Festtag Christi Himmelfahrt

am 21.5.2020

Lesung: Psalm 22 

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? So betet Jesus am Kreuz. Das ist seine Erfahrung: Gott, du bist mir immer so nahe gewesen. Jetzt bist du nicht mehr da. Gott, auf den ich mich immer verlassen konnte, du hast mich im Stich gelassen, verlassen. Warum? Diese Frage, hätten wir die Jesus zugetraut? Jesus, dem Sohn Gottes, dem Erlöser, dem Heiland? Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Mit dieser Frage beginnt der Psalm 22, ein Gebet in großer Not. Seit mehr als 2000 Jahren sprechen Menschen dieses Gebet. Sie bringen ins Gebet, was sie belastet, was sie bedrängt, was ihnen Angst macht.

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Predigt am 6. Sonntag der Osterzeit

am 17.5.2020

„Mit fröhlichem Schall verkündigt dies und lasst es hören, ...“

Evangelium: Jes 48, 20-22 

Verkündet es jauchzend, damit man es hört! Ruft es hinaus bis ans Ende der Erde! Ruft: Der Herr hat sein Volk befreit. Halleluja. Mit diesem Vers aus dem Buch Jesaja beginnt die Messfeier heute am 6. Sonntag der Osterzeit. Verkündet es jauchzend … Der Herr hat sein Volk befreit. Wir sind bisher einigermaßen glimpflich durch die Pandemie gekommen. Wir dürfen wieder gemeinsam Gottesdienst feiern. Die letzte öffentliche Messe habe ich vor neun Wochen gehalten.

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