Sicher hat es sich schon herumgesprochen. Pfarrer Luik von der evangelischen Auferstehungsgemeinde geht in den wohlverdienten Ruhestand. Mit ihm verlieren wir einen überzeugten Ökumene-Freund in Böfingen. Gerne werden wir uns an seine temperamentvollen Predigten, sei es in unserer Kirche oder beim Gottesdienst am Schlössle, erinnern. Wir, die Katholiken der Gut-Hirten-Gemeinde, sind dankbar für die Jahre des ökumenischen Miteinanders. Wir danken Pfarrer Luik von ganzem Herzen für seine Tätigkeiten im Rahmen der Böfinger Ökumene und wünschen Ihm für seinen Ruhestand alles Gute und Gottes Segen. Pfarrer Luik wird am 23.07.2017 im Rahmen eines Gottesdienstes in der Auferstehungskirche verabschiedet.
Wolfgang Feilen
Am 18.06.2017 feierten wir evangelischen und katholischen Christen in Böfingen zusammen einen ökumenischen Gottesdienst am Schlössle. Es war dies auch der letzte ökumenische Gottesdienst, bei dem Pfarrer Luik mit gewohnter und gekonnter Vehemenz predigte. Im Anschluß daran bestand noch die Möglichkeit bei einem kleinen Ständerling miteinander ins Gespräch zu kommen. Es ist schön, dass es bei uns in Böfingen schon seit vielen Jahren diese Tradition des ökumenischen Gottesdienstes im Grünen gibt. Freuen wir uns auf das nächste Mal.
Angefangen beim stimmungsvollen Festgottesdienst mit den feinen und filigranen Chorvorträgen, der St. Georgs-Chorknaben, bis zum gigantischen Kinderprogramm mit Kletterbaum und einem ungeheuer kreativen Aktionspark. Dazu gab es beste schwäbische Kost zum Mittagessen, Kaffee mit einer riesigen bunten Vielfalt am Kuchenbuffet, später fanden die leckeren Schaschliks und knackigen Bratwürste reißenden Absatz. Die Musiker des Musikvereins Jungingen waren bestens gelaunt und spielten mit ansteckender Lust. Und der ganze Tag war begleitet von prachtvollem Wetter und dem aussagestarken Blumenteppich in der Kirche, der in seiner spirituellen Dimension unserem Fest erst den richtigen Rahmen gibt. Ein riesiges „Danke schön“ an alle Besucher und Spender, Mitwirkenden und Verantwortlichen.
Bei sommerlichen Temperaturen feierten wir das diesjährige Fronleichnamsfest im Buchenlandweg. Nach dem Gottesdienst zogen wir in Prozession in unsere Kirche. Diese war durch einen farbenfrohen und auf das Jahresthema bezogenen Blumenteppich geschmückt. Ein großes Dankeschön an die Gärtnereien Steinbuch, Troll und Walter, die dies durch reichliche Blumenspenden ermöglichten. Dieser Dank gilt auch dem Blumenteppichteam. Ganz besonders möchte ich an dieser Stelle nochmals Frau Zenker und Frau Reichle danken, die über viele Jahre hinweg den Fronleichnamsteppich gestalteten und so zu einem tollen Rahmen für Fronleichnam beigetragen haben. Allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben, sei nochmals herzlich gedankt. Ein ganz besonderer Dank gilt dem verstorbenen Herrn Ehrenfried Zenker. Er hat in unermüdlichem Einsatz über Jahre hinweg die Organisation des Fronleichnamsfestes übernommen.
Wolfgang Feilen
Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten. So lautet unser Jahresthema in diesem Jahr 2017. Was ist das aber – Kirche? Eine Antwort gibt das Zweite Vatikanische Konzil in drei Bildern: Kirche ist Volk Gottes, Leib Christi und Tempel des Heiligen Geistes. Kirche ist Leib Christi. „Der Leib Christi. Amen.“ Diesen Dialog kennen wir alle. Wir führen ihn, wenn wir die Kommunion empfangen. Leib Christi. Das ist dieses kleine Stück Brot in unseren Händen. Leib Christi. Das sind aber auch wir selbst. Sagt der Apostel Paulus in seinem ersten Brief an die Christen in Korinth. Er schreibt: „Ein Brot ist es. Darum sind wir alle ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.“ Wie ist das zu verstehen? Vor 500 Jahren, 1517, begann die Reformation. Martin Luther veröffentlichte seine 95 Thesen. Seine Frage war: Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Was muss ich tun, damit ich in den Himmel komme? Als Mönch hat er versucht, viele gute Werke zu tun und sich so den Himmel zu verdienen. Er hat gemerkt: Das schaffe ich nicht. Dann entdeckt er, was Paulus schreibt: Wir können uns den Himmel nicht verdienen und wir müssen es auch gar nicht, weil Christus das schon getan hat für uns. Die ewige Seligkeit ist ein Geschenk. Gnade. Alles, was wir tun müssen, ist, daran zu glauben, an Jesus Christus zu glauben. Begeistert nimmt Martin Luther diesen Gedanken auf: Ich glaube an Christus und bin gerettet. Allein der Glaube, allein die Gnade, allein Christus rettet. Das ist richtig, aber nicht ganz vollständig. Luther hat übersehen, dass Paulus den Gedanken noch ein wenig weiter denkt. Der Apostel schreibt: „Durch den Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen.“ Wir gehören zu einem Leib. Zum Leib Christi. Zur Kirche. Die Kirche ist wie der Leib eines Menschen. Wir sind Teil dieses Leibes. Wir gehören zum Leib Christi. Mit ihm sind wir verbunden. So empfangen wir, was er uns gibt, was wir uns selbst nicht geben können. Leib Christi. Das ist dieses kleine Stück Brot in unseren Händen. Leib Christi. Das sind wir selbst. Miteinander. Kirche. Paulus entfaltet dieses Bild von der Kirche. Der Leib hat viele verschiedene Glieder. Das Auge ist nicht Ohr. Die Hand ist nicht Fuß. Aber alle sind wichtig. So gibt es in der Kirche ganz verschiedene Menschen: Alte und Junge. Männer und Frauen. Mit verschiedenen Begabungen. Mit verschiedenen Aufgaben. Die einen können gut singen. Die anderen können gut organisieren. Wieder andere können gut zuhören. Alle sind wichtig. Nur gemeinsam können wir Kirche sein. An dieser Stelle möchte ich allen danken, die ihre Begabungen in die Kirche einbringen. Miteinander sind wir Kirche. Kirche am Ort.
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
Ein neuer Stern am Ulmer Chorhimmel ist erstrahlt! Popchor Ulm e.V. Geboren am 04.03.2017 mit bisweilen knapp 50 Mitliedern unter der Leitung von Roland Eppelt. Das musikalische Spektrum geht von „Pace e bene“ über Balladen „Tears in Heaven“ „Fields of Gold“ u.v.m. Der absolute Rockknaller ist „The Time Warp“ (Rocky Horror Picture Show). Da geht richtig was ab. Der erste Auftritt im Oktober als Vorgruppe der A-Cappella-Formation „Al Dente“ war ein voller Erfolg und fand bei den Zuhörern großen Anklang. Und uns hat´s auch Spaß gemacht. Wer dieses Konzert verpasst hat (oder nicht genug vom Popchor Ulm bekommen kann), ist herzlich am Freitag 30.06.2017 auf der Festbühne zwischen VfL und Jugendhaus zu einem weiteren Chor-Ohrenschmaus eingeladen. Konzertbeginn 20.00 Uhr. Auch Choriosity wird mit von der Partie sein. Die Stimmlagen Tenor und Bass könnten Verstärkung gebrauchen. Kommt doch einfach mal zum Reinschnuppern mittwochs ab 19 Uhr (Proben beginnen pünktlich um 19.30 bis 21 Uhr ) zum Gemeindehaus „Zum Guten Hirten“, Haslacher Weg. Und keine Angst: niemand muss vorsingen. Wir sind eine buntgewürfelte Mischung aus jung und alt, klein und groß und dick und dünn. Was wir gemeinsam haben: Wir haben unbändigen Spaß und Freude am Singen. Das macht uns zu dem, was wir sind: Der Popchor Ulm!
Der Vorstand
Ca. 30 bis 40 Tausend Euro wird diese notwendige Maßnahme kosten. Spenden für unser Projekt überweisen Sie bitte auf das Konto der Kirchengemeinde Guter Hirte
Kontonummer 32078
bei der Sparkasse Ulm
BLZ 630 500 00
Sehr gut können sie uns auch mit einem zinslosen Darlehen (Vertrag als PDF zum download) unterstützen. Auf Wunsch stellt das Pfarrbüro auch gerne eine Spendenbescheinigung aus.
Allen Spendern, sowie Darlehensgebern, ein herzliches Vergelt’s Gott.
Wolfgang Feilen, 2. Vositzender des KGR
Zwölf! – Sind etwa alle Apostel? So lautet unser Jahresthema 2016. Das neue Kirchenjahr hat am 1. Advent begonnen. Jedem Monat wollen wir einen Apostel zuordnen.
Erwarten eine der vier Haltungen, die uns leiten, wenn wir uns einlassen auf den Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“. Was ist uns wichtig in unserem Leben als Christen und in unserer Kirche? Mit welchen Menschen sind wir verbunden? Seelenverwandt? Wie werden Christsein und Kirche in der Zukunft aussehen? Was dürfen wir erwarten? Von uns selbst? Von unserer Kirche? Von Gott? Er will uns begegnen. Er will uns nahe kommen. Dort, wo wir ihn erwarten, und an uns unbekannten Orten, bei uns fremden Menschen, in wenig vertrauten Lebenssituationen.
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
------ Aktueller Spendenstand -----
So lautet das Jahresthema in unserer Seelsorgeeinheit Böfingen – Jungingen für das neue Kirchenjahr, das am ersten Adventssonntag beginnt. Ursprünglich hatten wir geplant, das Jahresthema von 2017 „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“, abgekürzt „KiamO“, im neuen Jahr 2018 beizubehalten, weil der Prozess „KiamO“ auf zwei Jahre angelegt ist. Doch dann kam im Gemeinsamen Ausschuss der Seelsorgeeinheit, der gleichzeitig Prozessteam für „KiamO“ ist, die Idee auf, das Jahresthema in modifizierter Form weiter zu führen. Das gleiche Thema mit neuen Akzenten. So entstand der Titel „Wandlung der Gesellschaft – Wandlung der Kirche“. Wandlung der Gesellschaft. Unsere Gesellschaft verändert sich rasant. Stichworte sind Globalisierung und Digitalisierung. Das merken wir deutlich. Das Leben in unserer Welt wird vielgestaltiger, bunter, internationaler - und schneller. Das gilt auch für unsere Kirche und für unsere Gemeinden. Der Wandel ist unübersehbar. Wie reagieren wir darauf? Mit dem Begriff der Wandlung. Hier kommen Evangelium und christlicher Glaube ins Spiel. Veränderung und Wandel können verunsichern, Angst machen. Doch Wandel ist nichts Schlechtes. In jeder heiligen Messe feiern wir die Wandlung. Sie ist das Zentrum des Geschehens. Aus Brot und Wein werden Leib und Blut Christi. So glauben wir. Wir selber sind durch den Glauben und durch die Sakramente der Taufe und der Eucharistie Leib Christi, und wir werden es immer mehr, sooft wir das Brot des Lebens empfangen. Was wir im Gottesdienst feiern, das prägt und verändert im besten Fall uns selbst, unser Leben und das Leben unserer Welt. Wie kann diese Wandlung geschehen? Wie wollen wir unser Christsein wandeln, unsere Kirche, unsere Welt? Wo hat diese Wandlung im positiven Sinne schon begonnen? Solche und ähnlichen Fragen werden wir im neuen Kirchenjahr stellen und so gut es geht beantworten. In den Gottesdiensten, in den verschiedenen Initiativen, Gruppen und Veranstaltungen. Dabei vergessen wir die vier Haltungen nicht, die uns im ersten Schritt von KiamO mit auf den Weg gegeben sind: Vertrauen. Erwarten. Wertschätzen. Lassen. Wir sind gespannt zu sehen - wie das geht: Wandlung der Gesellschaft – Wandlung der Kirche.
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
Das ist unser Jahresthema für 2019. Es steht beim Propheten Hosea (10, 12). Er lebte um das Jahr 750 v. Chr. Das Königreich Israel erlebte damals einen rasanten Aufschwung. Die Wirtschaft boomte. Der Wohlstand nahm zu, doch nicht für alle. Die Reichen wurden immer reicher, die Armen ärmer. Die Israeliten verehrten Jahwe, den Gott Israels, und die Götter ihrer Nachbarn, der Kanaaniter, vor allem Baal, den Gott der Fruchtbarkeit und des Handels. Außenpolitisch wurde es gefährlich. Die Großmächte Ägypten und Assur bedrohten Israel. Hosea sah dies mit Sorge. Scharf kritisierte er die Ausbeutung der Armen und die Verehrung fremder Götter. Hosea droht: Gott wird sein Volk dafür bestrafen. Die Strafe kommt. Im Jahr 722 erobern die Assyrer das Nordreich Israel samt der Hauptstadt Samaria. Doch Gott verzeiht seinem Volk. Er schenkt ihm einen neuen Anfang. „Nehmt Neuland unter den Pflug! Es ist Zeit, den Herrn zu suchen; dann wird er kommen und Gerechtigkeit auf euch regnen lassen.“ Nehmt Neuland unter den Pflug! Das ist unser Jahresthema 2019. Es steht am Abschluss des Projekts Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten. Wir schauen nach vorne. Wir gehen gemeinsam unseren Weg. Was ist uns dabei wichtig? Unverzichtbar? Wir erleben unsere Kirche als Ort, an dem wir Gemeinschaft erfahren, miteinander und mit Gott. Dafür wollen wir uns einsetzen. Dafür haben wir in den letzten zwei Jahren Neues begonnen: Erstkommunion und Firmung – wir versuchen, die Kinder, die Jugendlichen und ihre Familien stärker in den Gottesdienst und in die Kirche hineinzunehmen. Es gibt eine eigene Osterfeier für Familien. Wir haben einen gemeinsamen Kirchenchor gegründet für Böfingen und Jungingen und einen Kinderchor in Jungingen. Wir haben eine Broschüre erstellt, in der alle Initiativen der Gemeinde in Böfingen in Bild und Text dargestellt sind. Wir haben den Gemeindeflyer von Jungingen überarbeitet. Eine Gruppe des Katholischen Deutschen Frauenbundes wurde gegründet. In Jungingen gibt es jetzt einen Ausflug der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinderäte und einen Stand beider Kirchen beim Herbstmarkt, in Böfingen einen Stand der evangelischen Kirchengemeinde beim Christkindlesmarkt. Gemeinsam gehen wir unseren Weg geleitet von vier Haltungen: Vertrauen, Wertschätzen, Lassen, Erwarten. Wir sind gespannt, was Gott mit uns vorhat. Nehmt Neuland unter den Pflug!
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
Seite 47 von 89