Fast war es wie immer an Fronleichnam: Blumenteppich, Festgottesdienst, Singkreis, Musikverein und Nachmittagsprogramm. Aber eben nur fast, denn an diesem 26. Mai 2016 feierte die Kirchengemeinde St. Josef Jungingen gleichzeitig ihr 50. Kirchweihjubiläum. Auch das Datum war passend, ist die Kirche doch Josef, dem Arbeiter geweiht, dessen Feiertag der 1. Mai ist. Aber von vorne: Natürlich gab es auch in diesem Jahr einen wunderschönen Blumenteppich, der auch schon vor dem Gottesdienst bewundert werden konnte. Nun kam die erste Besonderheit: Unser Singkreis unter der Leitung von Monika Oswald wurde unterstützt durch Mitglieder des philharmonischen Orchesters des Theaters Ulm (Konzertmeisterin Kirsten Jacobs-Brannath). Gesungen wurde die Messe in G-Dur von Franz Schubert für Soli, Chor und Orchester, ein beeindruckendes Klangerlebnis. Herzlichen Dank an die Mitwirkenden! Nach dem Eingangslied folgte bereits der nächste Höhepunkt: Gemeinsam mit unserem Pfarrer Dr. Lackner enthüllte Monika Baumhauer das von ihr geschaffene Gemälde „Heiliger Josef“(siehe Titelbild) oberhalb der von ihrem Vater Sepp Baumhauer geschaffenen Statue „Madonna mit dem Jesuskind“. Somit ist an der linken Altarseite die heilige Familie komplett und unsere Kirche hat einen neuen, inspirierenden Blickfang. Es sei daran erinnert, dass Sepp Baumhauer vor 50 Jahren unsere gesamte Kirche mitgestaltet hat, z. B. Kreuzweg, Ambo und Schmerzensmann, insgesamt eine nunmehr von der Tochter ergänzte gelungene Komposition. Die Festpredigt hielt der in Jungingen immer willkommene Pfarrer i. R. Thomas Keller. Ausgehend vom Lukas-Evangelium stellte er die Einladung Gottes in den Mittelpunkt. Die Einladung zur Gemeinschaft mit ihm. Aus den unterschiedlichsten Gründen wird diese Einladung von vielen aber ausgeschlagen. Pfr. Keller erinnerte an die Leistung von Gemeindeangehörigen vor 50 Jahren und auch daran, dass von der evangelischen Schwestergemeinde deren Kirche Peter und Paul für Gottesdienste angeboten worden war. Auch die aktuelle Situation von Menschen, die vor Krieg und Elend flüchten, wurde von ihm angesprochen. Es waren die von Pfr. Keller gewohnt deutlichen Worte. Das Thema Gemeinschaft wurde auch von Oberbürgermeister Czisch in seinem Grußwort betont. Wohltuend waren auch die weiteren Grußworte z. b. unseres Dekans Ulrich Kloss, Vertreter der Vereine bis hin zur evangelischen Pfarrerin Eva Knoblauch. Mit herzlichem Applaus wurden am Ende des Gottesdienstes die Mitwirkenden und Redner bedacht. Passend zum Kirchweihjubiläum hatten fleißige und tüchtige Hände im Gemeindehaus eine Ausstellung gestaltet. Auf Fotowänden, Zeitungsausschnitten und sonstigen Schriften wurden 50 Jahre Gemeindeleben dokumentiert. Manch einer erkannte sich schmunzelnd in jüngeren Jahren wieder, andere suchten nach Kindern und Freunden in den Ausstellungsstücken. Die Vielzahl der Exponate lässt erahnen, mit wieviel Aufwand die Ausstellung verbunden war. Auch hierfür herzlichen Dank! Und nicht zu vergessen: Viel Anklang fand auch eine reich bebilderte Broschüre über den Werdegang von Sepp Baumhauer, seine Kunst in unserer Kirche und die Entwicklung unserer Kirchengemeinde in den letzten 50 Jahren. Für alle, welche diesen Kunstführer über unsere Kirche noch nicht entdeckt haben - er liegt bis auf weiteres am Schriftenstand in unserer Kirche aus und ist gegen einen kleinen Unkostenbeitrag zu erwerben – es lohnt sich. Herzlichen Dank all denen, die hierbei keine Mühen gescheut haben. Nach geistiger Erbauung und einer Fülle von Informationen war natürlich auch das leibliche Wohl wichtig. Neben einem Mittagessen gab es wieder ein umfangreiches Kuchenbuffet, gegrillte Würste, frisch gezapftes Bier und natürlich auch nichtalkoholische Getränke. Für die Kinder standen die beliebte Spielstraße und erstmalig auch eine Hüpfburg zur Verfügung. Und was wäre ein Gemeindefest ohne den Musikverein Jungingen, der uns seit Jahrzehnten unterhält und zur Seite steht. Selbst der Wettergott hatte ein Einsehen und so sorgten die aufgestellten Zelte für schattige Plätze. So war es doch fast wie immer an Fronleichnam, nur diesmal in Kombination mit einem tollen Kirchweihjubiläum – ein Tag, der uns lange in Erinnerung bleiben wird.
Peter A. Bombe
Siehe auch Fotos in unserer Galerie
Wie bestellt schien die Maiensonne hell und lange genug, um all die Schätze entlang unseres Marsches auf der Augsburger Maximilianstrasse zwischen der den Stadtpatronen Ulrich und Afra geweihten Klosterkirche ganz im Süden sowie dem altehrwürdigen Dom im Norden der Altstadt ins rechte Licht zu rücken. So wollten in einer der vielen Blütezeiten dieser pulsierenden Stadt, etwa um das Jahr 1600, die Stadtoberen den Leistungsträgern ihres Gemeinwesens einmal ein angemessenes Denkmal setzen. Also bestellten sie in Holland gleich drei herrliche, moderne und sündhaft teure Brunnen, die Herkules als Symbol für die Handwerker, Merkur für die Kaufleute und Augustus für den Stadtadel thematisieren. Sie plätschern bis heute. Ihre künstlerische Gestaltung und die vielen köstlichen allegorischen Darstellungen auf den Wasserspeiern lassen bei genauem Hinsehen viele Episoden und Merkwürdigkeiten der Stadtgeschichte aufleben. Auf halbem Weg liegt die gotische Moritzkirche, die sich heute mit einer phantastischen Akustik und, wie uns unser Pfarrer zeigen konnte, zeitgemäßen liturgischen Ausstattung präsentiert. Hier feierten wir auch unsere Maiandacht. Für all die Kunstwerke im Dom blieb nun wenig Zeit. Doch allein die ehrfürchtige Betrachtung des ältesten noch erhaltenen farbigen Glasfensterzyklusses hoch in der Südwand lohnt jeden Augsburgbesuch. Ohne eine Stippvisite beim dritten Stadtpatron Simpert konnten wir das Gotteshaus aber natürlich nicht verlassen. Jetzt war es allerhöchste Zeit für eine Stärkung. Vom Goldenen Saal des prächtigen Renaissancerathauses führt ein Aufzug praktischerweise direkt in den Ratskeller, wo das Abendessen auch schon auf uns wartete.
Helmut Reinelt
Wir, die Kinderkirche- und Familiengottesdienstteams, hatten es uns so schön vorgestellt: Die Besucher des "Gottesdienstes im Grünen" am 11. Juni 2016 sollten zuerst gemütlich zusammen zum Spielplatz am Eichenplatz fahren oder radeln, um dort Gottesdienst zu feiern. Anschließend sollte dort das gemeinsame Picknick stattfinden - die Kinder hätten viel Platz zum Spielen und die Erwachsenen Zeit zum Reden gehabt. Leider hat uns das anhaltend schlechte Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und der "Gottesdienst im Grünen " wurde zu einem "Gottesdienst im Gemeindehaus". Zusammen mit Herrn Pfarrer Lackner haben wir hier einen stimmungsvollen Gottesdienst gefeiert, in dem das Märchen vom bunten Netz erzählt wurde. Nicht nur den Kindern wurde dabei bewusst, dass alle Teil verschiedener Netze sind und verschiedene Verbindungen haben: mit Eltern und Geschwistern, mit Freunden in Kindergarten und Schule, mit den Mitspielern im Fußballverein und natürlich auch in der Kirchengemeinde. Nach dem Gottesdienst bauten wir mit unseren mitgebrachten Speisen und Getränken ein leckeres Büfett auf und ließen es uns gutgehen. Wir waren uns alle einig: Trotz des Regenwetters war es eine gelungene Veranstaltung, die hoffentlich im nächsten Jahr wiederholt werden kann. Und vielleicht kann der "Gottesdienst im Grünen" dann auch tatsächlich "im Grünen" stattfinden - und wenn nicht ist es auch nicht schlimm, dann feiern wir eben wieder drinnen.
Michaela Beckhove-Fauß
Am Sonntag den 19.06. wurden die neuen Ministranten Madeleine Droll, Celina Eichwald, Josephina Gagiannis, Thomas Sedlacek und Carolina Wamsler eingekleidet. Wir Oberministranten freuen uns über den Neuzugang und wünschen ihnen viel Spaß und Gottes Segen beim Ministrieren.
Annika & Thobias Urhahn
Die St. Josef’s Gemeinde freut sich ebenfalls über euch „Neue“ und bedankt sich für eure Arbeit in unserer Gemeinde – wir wünschen euch Gottes Segen, Freude an eurem Amt und viele schöne Momente mit der Ministrantengruppe.
Maria Wolf
Ca. 30 bis 40 Tausend Euro wird diese notwendige Maßnahme kosten. Spenden für unser Projekt überweisen Sie bitte auf das Konto der Kirchengemeinde Guter Hirte
Kontonummer 32078
bei der Sparkasse Ulm
BLZ 630 500 00
Sehr gut können sie uns auch mit einem zinslosen Darlehen (Vertrag als PDF zum download) unterstützen. Auf Wunsch stellt das Pfarrbüro auch gerne eine Spendenbescheinigung aus.
Allen Spendern, sowie Darlehensgebern, ein herzliches Vergelt’s Gott.
Wolfgang Feilen, 2. Vositzender des KGR
Zwölf! – Sind etwa alle Apostel? So lautet unser Jahresthema 2016. Das neue Kirchenjahr hat am 1. Advent begonnen. Jedem Monat wollen wir einen Apostel zuordnen.
Erwarten eine der vier Haltungen, die uns leiten, wenn wir uns einlassen auf den Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“. Was ist uns wichtig in unserem Leben als Christen und in unserer Kirche? Mit welchen Menschen sind wir verbunden? Seelenverwandt? Wie werden Christsein und Kirche in der Zukunft aussehen? Was dürfen wir erwarten? Von uns selbst? Von unserer Kirche? Von Gott? Er will uns begegnen. Er will uns nahe kommen. Dort, wo wir ihn erwarten, und an uns unbekannten Orten, bei uns fremden Menschen, in wenig vertrauten Lebenssituationen.
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
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So lautet das Jahresthema in unserer Seelsorgeeinheit Böfingen – Jungingen für das neue Kirchenjahr, das am ersten Adventssonntag beginnt. Ursprünglich hatten wir geplant, das Jahresthema von 2017 „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“, abgekürzt „KiamO“, im neuen Jahr 2018 beizubehalten, weil der Prozess „KiamO“ auf zwei Jahre angelegt ist. Doch dann kam im Gemeinsamen Ausschuss der Seelsorgeeinheit, der gleichzeitig Prozessteam für „KiamO“ ist, die Idee auf, das Jahresthema in modifizierter Form weiter zu führen. Das gleiche Thema mit neuen Akzenten. So entstand der Titel „Wandlung der Gesellschaft – Wandlung der Kirche“. Wandlung der Gesellschaft. Unsere Gesellschaft verändert sich rasant. Stichworte sind Globalisierung und Digitalisierung. Das merken wir deutlich. Das Leben in unserer Welt wird vielgestaltiger, bunter, internationaler - und schneller. Das gilt auch für unsere Kirche und für unsere Gemeinden. Der Wandel ist unübersehbar. Wie reagieren wir darauf? Mit dem Begriff der Wandlung. Hier kommen Evangelium und christlicher Glaube ins Spiel. Veränderung und Wandel können verunsichern, Angst machen. Doch Wandel ist nichts Schlechtes. In jeder heiligen Messe feiern wir die Wandlung. Sie ist das Zentrum des Geschehens. Aus Brot und Wein werden Leib und Blut Christi. So glauben wir. Wir selber sind durch den Glauben und durch die Sakramente der Taufe und der Eucharistie Leib Christi, und wir werden es immer mehr, sooft wir das Brot des Lebens empfangen. Was wir im Gottesdienst feiern, das prägt und verändert im besten Fall uns selbst, unser Leben und das Leben unserer Welt. Wie kann diese Wandlung geschehen? Wie wollen wir unser Christsein wandeln, unsere Kirche, unsere Welt? Wo hat diese Wandlung im positiven Sinne schon begonnen? Solche und ähnlichen Fragen werden wir im neuen Kirchenjahr stellen und so gut es geht beantworten. In den Gottesdiensten, in den verschiedenen Initiativen, Gruppen und Veranstaltungen. Dabei vergessen wir die vier Haltungen nicht, die uns im ersten Schritt von KiamO mit auf den Weg gegeben sind: Vertrauen. Erwarten. Wertschätzen. Lassen. Wir sind gespannt zu sehen - wie das geht: Wandlung der Gesellschaft – Wandlung der Kirche.
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
Das ist unser Jahresthema für 2019. Es steht beim Propheten Hosea (10, 12). Er lebte um das Jahr 750 v. Chr. Das Königreich Israel erlebte damals einen rasanten Aufschwung. Die Wirtschaft boomte. Der Wohlstand nahm zu, doch nicht für alle. Die Reichen wurden immer reicher, die Armen ärmer. Die Israeliten verehrten Jahwe, den Gott Israels, und die Götter ihrer Nachbarn, der Kanaaniter, vor allem Baal, den Gott der Fruchtbarkeit und des Handels. Außenpolitisch wurde es gefährlich. Die Großmächte Ägypten und Assur bedrohten Israel. Hosea sah dies mit Sorge. Scharf kritisierte er die Ausbeutung der Armen und die Verehrung fremder Götter. Hosea droht: Gott wird sein Volk dafür bestrafen. Die Strafe kommt. Im Jahr 722 erobern die Assyrer das Nordreich Israel samt der Hauptstadt Samaria. Doch Gott verzeiht seinem Volk. Er schenkt ihm einen neuen Anfang. „Nehmt Neuland unter den Pflug! Es ist Zeit, den Herrn zu suchen; dann wird er kommen und Gerechtigkeit auf euch regnen lassen.“ Nehmt Neuland unter den Pflug! Das ist unser Jahresthema 2019. Es steht am Abschluss des Projekts Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten. Wir schauen nach vorne. Wir gehen gemeinsam unseren Weg. Was ist uns dabei wichtig? Unverzichtbar? Wir erleben unsere Kirche als Ort, an dem wir Gemeinschaft erfahren, miteinander und mit Gott. Dafür wollen wir uns einsetzen. Dafür haben wir in den letzten zwei Jahren Neues begonnen: Erstkommunion und Firmung – wir versuchen, die Kinder, die Jugendlichen und ihre Familien stärker in den Gottesdienst und in die Kirche hineinzunehmen. Es gibt eine eigene Osterfeier für Familien. Wir haben einen gemeinsamen Kirchenchor gegründet für Böfingen und Jungingen und einen Kinderchor in Jungingen. Wir haben eine Broschüre erstellt, in der alle Initiativen der Gemeinde in Böfingen in Bild und Text dargestellt sind. Wir haben den Gemeindeflyer von Jungingen überarbeitet. Eine Gruppe des Katholischen Deutschen Frauenbundes wurde gegründet. In Jungingen gibt es jetzt einen Ausflug der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinderäte und einen Stand beider Kirchen beim Herbstmarkt, in Böfingen einen Stand der evangelischen Kirchengemeinde beim Christkindlesmarkt. Gemeinsam gehen wir unseren Weg geleitet von vier Haltungen: Vertrauen, Wertschätzen, Lassen, Erwarten. Wir sind gespannt, was Gott mit uns vorhat. Nehmt Neuland unter den Pflug!
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
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