Pfarrer Thomas Keller wurde in einem sehr bewegenden Gottesdienst in der bis auf den letzten Platz besetzten St.-Georgs-Kirche und bei einem anschließenden Stehempfang am Sams-tag, 25. Juli, in den Ruhestand verabschiedet. Schon am Dienstag, 30. Juni, war er als Vorsitzender der Regionalkonferenz Ulm des Dekanats, besser bekannt unter dem Namen „Ulmer Runde“, zum letzten Mal bei uns in Böfingen zu Gast. In einer kleinen Andacht in unserer Pfarrkirche Zum Guten Hirten haben wir uns von ihm verabschiedet. Bei dieser Feier waren außer den Mitgliedern der Ulmer Runde die amtierenden und die ehemaligen Zweiten Vorsitzenden der Kirchengemeinderäte unserer Seelsorgeeinheit anwesend, ein Zeichen der Wert-schätzung und der Dankbarkeit. Denn auch wir in Böfingen und Jungingen haben Pfarrer Keller viel zu verdanken, war er doch in den letzten zwanzig Jahren immer bereit, als Pfarradministrator bei uns tätig zu sein, wenn die Pfarrstelle Böfingen und Jungingen nicht besetzt war. Darüber hinaus durften wir uns jederzeit an Pfarrer Keller wenden, wenn irgendwo eine Vertretung in seelsorglichen Aufgaben nötig war. Wir alle schätzen ihn als profilierten und ein-fühlsamen Seelsorger. Für seinen Dienst bei uns und für uns sagen wir ihm ein herzliches Vergelt‘s Gott. In der Zwischenzeit ist er nach Schwäbisch Gmünd umgezogen, wo er im Kloster der Franziskanerinnen als Hausgeistlicher tätig ist. Den Schwestern und allen Gmündern kann man dazu nur gratulieren. Für die kommende Zeit wünschen wir Pfarrer Thomas Keller alles Gute und Gottes Segen.
Bernhard Lackner
Das ist Jacqueline - ein Mädchen, das im Waisenhaus „Kasisi“ lebt. Kasisi liegt in Sambia, am Rande seiner Hauptstadt Lusaka. Seit 10 Jahren unterstützt der Eine-Welt-Kreis von Jungingen dieses Waisenhaus. Es gibt persönliche Beziehungen und wir pflegen bis heute einen persönlichen Kontakt nach Kasisi. Die Spenden, die wir übers Jahr sammeln und der Erlös des Eine-Welt-Tages fließen nach Kasisi. In den vergangenen zehn Jahren sind das mehr als 20.000 EUR gewesen. Das Kinderheim Kasisi wurde 1926 von einem katholischen polnischen Pfarrer gegründet und wird noch heute von Nonnen eines katholischen polnischen Ordens geführt. Es leben dort ungefähr 250 Kinder aller Altersgruppen, die meist ohne Eltern aufwachsen müssen. Viele von ihnen sind an Aids erkrankt. Und für einige ist es die letzte Station ihres kurzen Lebens. Das Kinderheim finanziert sich ausschließlich über Spenden, jeder Cent ist dringend nötig. Wenn wir in die Welt hinausblicken, wenn wir die Flüchtlingsströme sehen, überkommt uns da nicht Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit? Der Hoffnung Gesicht - das ist das Gesicht von Jacqueline, mit seinen strahlenden Augen und seinem Lächeln. Der Hoffnung Gesicht - das kann auch Ihr Gesicht sein, indem sie für die Kinder in Kasisi mit dem Herzen spenden, indem sie den Heimatlosen in unserem Land ihr Lächeln und Ihre Aufmerksamkeit schenken. Wir schaffen damit keine neue Welt, aber wir schaffen eine Welt, die Leben lässt. Der Hoffnung Gesicht - ist auch unser Gesicht wenn wir beten: „Öffne unsere Augen für jede Not. Gib uns das rechte Wort, wenn Menschen Trost und Rat suchen. Hilf uns zur rechten Tat, wo Menschen uns brauchen. Lass uns denken und handeln nach dem Wort und Beispiel Christi. Mache deine Kirche zu einem Ort der Wahrheit und der Freiheit, des Friedens und der Gerechtigkeit, damit die Menschen neue Hoffnung schöpfen.“
Anita Meyer
Am 5. Dezember findet der 23. Christkindlesmarkt unserer Gemeinde statt. Auf dem Kirchplatz werden Buden aufgebaut, in denen Mitglieder der verschiedenen Gruppierungen ihre Waren zum Verkauf anbieten. Deko-Artikel, Selbstgestricktes und 5-Minuten-Tüten sind nur einige Beispiele des vielfältigen Angebotes. Für das leibliche Wohl ist auch bestens gesorgt. Es wird u. a. wieder die beliebten weißen und roten Bratwürste geben, und im Gemeindehaussaal kann man sich bei Kaffee und Kuchen entspannen und aufwärmen (für unser Café könnten wir noch Kuchen gebrauchen: wer einen beisteuern möchte, kann ihn gerne bis 14 Uhr im Gemeindehaus abgeben). Zur Unterhaltung tragen die St. Georgs-Chorknaben, ein Bläserquartett und Herr Belser an der Drehorgel bei. Kinder der Eduard-Mörike- und der Bodelschwingh-Schule werden einen gemeinsamen musikalischen Auftritt in der Kirche haben und die Theatergruppe Mickles Pickles erfreut die Kleinen ab 4 Jahren im Kindergarten mit dem Stück „Der Sultan und sein Dummdödel“. Der Erlös des Marktes geht - wie in all den Jahren - an Pater Bloching, der in Sambia ein Zentrum für Aidswaisen aufgebaut hat. Damit dieses schöne Fest gelingt, müssen viele Hände tatkräftig anpacken. Einige der langjährigen Helfer sind mittlerweile ‚in die Jahre gekommen‘ und können nicht mehr so unterstützen wie früher. Es ist deshalb wichtig, dass kräftige Jüngere sich zu diesem Engagement entschließen und beim Auf- oder Abbau mithelfen. Gerade für Leute, die neu nach Böfingen gezogen sind und noch wenig Kontakt haben oder für diejenigen, die schon immer mal mitmachen wollten, wäre es eine gute Gelegenheit, Teil der Festgemeinschaft zu werden! Zur Belohnung gibt es nach dem Aufbau ein herzhaftes Vesper! Wer Lust hat mitzuhelfen, sollte um 8:00 bzw. um 18:00 Uhr auf dem Kirchplatz sein. Wir freuen uns auf Sie!
Sylvia Löw
Am Sonntag, 27. September fand in Jungingen ein Gottesdienst statt, bei dem die Predigt mit Figuren und Szenen aus der Bibel illustriert wurde. Hier ein kleiner Nachgeschmack ->Link
Am 20. September fand der 4. BBBB auf dem Kirchplatz der evangelischen Auferstehungsgemeinde statt. Begonnen haben wir um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Auferstehungskirche. Anschließend hat uns die Eselsberg Big Band wieder mit ihrer flotten und tollen Musik erfreut. Auch für das leibliche Wohl war an diesem Tag gesorgt, so dass zuhause die Küche kalt blieb. Der Erlös des Festes wird, wie im letzten Jahr, gemeinsam für die Flüchtlingsarbeit in Böfingen zurückgelegt. Es wird ja in Böfingen ein Flüchtlingswohnheim geben, so, dass auf beide Gemeinden hier einiges zukommen wird. Herzlichen Dank an alle Böfingerinnen und Böfinger die dieses Fest tatkräftig unterstützt haben.
Wolfgang Feilen
Ca. 30 bis 40 Tausend Euro wird diese notwendige Maßnahme kosten. Spenden für unser Projekt überweisen Sie bitte auf das Konto der Kirchengemeinde Guter Hirte
Kontonummer 32078
bei der Sparkasse Ulm
BLZ 630 500 00
Sehr gut können sie uns auch mit einem zinslosen Darlehen (Vertrag als PDF zum download) unterstützen. Auf Wunsch stellt das Pfarrbüro auch gerne eine Spendenbescheinigung aus.
Allen Spendern, sowie Darlehensgebern, ein herzliches Vergelt’s Gott.
Wolfgang Feilen, 2. Vositzender des KGR
Zwölf! – Sind etwa alle Apostel? So lautet unser Jahresthema 2016. Das neue Kirchenjahr hat am 1. Advent begonnen. Jedem Monat wollen wir einen Apostel zuordnen.
Erwarten eine der vier Haltungen, die uns leiten, wenn wir uns einlassen auf den Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“. Was ist uns wichtig in unserem Leben als Christen und in unserer Kirche? Mit welchen Menschen sind wir verbunden? Seelenverwandt? Wie werden Christsein und Kirche in der Zukunft aussehen? Was dürfen wir erwarten? Von uns selbst? Von unserer Kirche? Von Gott? Er will uns begegnen. Er will uns nahe kommen. Dort, wo wir ihn erwarten, und an uns unbekannten Orten, bei uns fremden Menschen, in wenig vertrauten Lebenssituationen.
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
------ Aktueller Spendenstand -----
So lautet das Jahresthema in unserer Seelsorgeeinheit Böfingen – Jungingen für das neue Kirchenjahr, das am ersten Adventssonntag beginnt. Ursprünglich hatten wir geplant, das Jahresthema von 2017 „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“, abgekürzt „KiamO“, im neuen Jahr 2018 beizubehalten, weil der Prozess „KiamO“ auf zwei Jahre angelegt ist. Doch dann kam im Gemeinsamen Ausschuss der Seelsorgeeinheit, der gleichzeitig Prozessteam für „KiamO“ ist, die Idee auf, das Jahresthema in modifizierter Form weiter zu führen. Das gleiche Thema mit neuen Akzenten. So entstand der Titel „Wandlung der Gesellschaft – Wandlung der Kirche“. Wandlung der Gesellschaft. Unsere Gesellschaft verändert sich rasant. Stichworte sind Globalisierung und Digitalisierung. Das merken wir deutlich. Das Leben in unserer Welt wird vielgestaltiger, bunter, internationaler - und schneller. Das gilt auch für unsere Kirche und für unsere Gemeinden. Der Wandel ist unübersehbar. Wie reagieren wir darauf? Mit dem Begriff der Wandlung. Hier kommen Evangelium und christlicher Glaube ins Spiel. Veränderung und Wandel können verunsichern, Angst machen. Doch Wandel ist nichts Schlechtes. In jeder heiligen Messe feiern wir die Wandlung. Sie ist das Zentrum des Geschehens. Aus Brot und Wein werden Leib und Blut Christi. So glauben wir. Wir selber sind durch den Glauben und durch die Sakramente der Taufe und der Eucharistie Leib Christi, und wir werden es immer mehr, sooft wir das Brot des Lebens empfangen. Was wir im Gottesdienst feiern, das prägt und verändert im besten Fall uns selbst, unser Leben und das Leben unserer Welt. Wie kann diese Wandlung geschehen? Wie wollen wir unser Christsein wandeln, unsere Kirche, unsere Welt? Wo hat diese Wandlung im positiven Sinne schon begonnen? Solche und ähnlichen Fragen werden wir im neuen Kirchenjahr stellen und so gut es geht beantworten. In den Gottesdiensten, in den verschiedenen Initiativen, Gruppen und Veranstaltungen. Dabei vergessen wir die vier Haltungen nicht, die uns im ersten Schritt von KiamO mit auf den Weg gegeben sind: Vertrauen. Erwarten. Wertschätzen. Lassen. Wir sind gespannt zu sehen - wie das geht: Wandlung der Gesellschaft – Wandlung der Kirche.
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
Das ist unser Jahresthema für 2019. Es steht beim Propheten Hosea (10, 12). Er lebte um das Jahr 750 v. Chr. Das Königreich Israel erlebte damals einen rasanten Aufschwung. Die Wirtschaft boomte. Der Wohlstand nahm zu, doch nicht für alle. Die Reichen wurden immer reicher, die Armen ärmer. Die Israeliten verehrten Jahwe, den Gott Israels, und die Götter ihrer Nachbarn, der Kanaaniter, vor allem Baal, den Gott der Fruchtbarkeit und des Handels. Außenpolitisch wurde es gefährlich. Die Großmächte Ägypten und Assur bedrohten Israel. Hosea sah dies mit Sorge. Scharf kritisierte er die Ausbeutung der Armen und die Verehrung fremder Götter. Hosea droht: Gott wird sein Volk dafür bestrafen. Die Strafe kommt. Im Jahr 722 erobern die Assyrer das Nordreich Israel samt der Hauptstadt Samaria. Doch Gott verzeiht seinem Volk. Er schenkt ihm einen neuen Anfang. „Nehmt Neuland unter den Pflug! Es ist Zeit, den Herrn zu suchen; dann wird er kommen und Gerechtigkeit auf euch regnen lassen.“ Nehmt Neuland unter den Pflug! Das ist unser Jahresthema 2019. Es steht am Abschluss des Projekts Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten. Wir schauen nach vorne. Wir gehen gemeinsam unseren Weg. Was ist uns dabei wichtig? Unverzichtbar? Wir erleben unsere Kirche als Ort, an dem wir Gemeinschaft erfahren, miteinander und mit Gott. Dafür wollen wir uns einsetzen. Dafür haben wir in den letzten zwei Jahren Neues begonnen: Erstkommunion und Firmung – wir versuchen, die Kinder, die Jugendlichen und ihre Familien stärker in den Gottesdienst und in die Kirche hineinzunehmen. Es gibt eine eigene Osterfeier für Familien. Wir haben einen gemeinsamen Kirchenchor gegründet für Böfingen und Jungingen und einen Kinderchor in Jungingen. Wir haben eine Broschüre erstellt, in der alle Initiativen der Gemeinde in Böfingen in Bild und Text dargestellt sind. Wir haben den Gemeindeflyer von Jungingen überarbeitet. Eine Gruppe des Katholischen Deutschen Frauenbundes wurde gegründet. In Jungingen gibt es jetzt einen Ausflug der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinderäte und einen Stand beider Kirchen beim Herbstmarkt, in Böfingen einen Stand der evangelischen Kirchengemeinde beim Christkindlesmarkt. Gemeinsam gehen wir unseren Weg geleitet von vier Haltungen: Vertrauen, Wertschätzen, Lassen, Erwarten. Wir sind gespannt, was Gott mit uns vorhat. Nehmt Neuland unter den Pflug!
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
Seite 66 von 89